Das Gewerbegebiet Münchheide V nimmt recht konkrete Formen an, wie die Stadt Willich mitteilt: Der Endausbau der Baustraße stehe im Zeitraum August/September an, mit der Fertigstellung werde für das Frühjahr 2027 gerechnet. „Wir sind hier also quasi auf der Zielgraden“, sagt Bürgermeister Christian Pakusch (CDU). Er traf sich jetzt mit Kolleginnen und Kollegen der Willicher Grundstücksgesellschaft (GSG) dort, wo das nächste von der GSG betriebene Projekt realisiert werden soll: Geschäftsführerin Henriette Hellwig-Stieger, Prokurist Gregor Nachtwey und Aufsichtsratsvorsitzender Sascha Faßbender schauten sich gemeinsam mit Pakusch das Areal an, das direkt südlich angrenzend und jenseits der Kempener Straße „Münchheide VI“ werden soll.
Bebaut werden sollen, wie die Stadt weiterhin informiert, in diesem dreieckigen Bereich die freien Flächen bis hin zur angrenzenden Bebauung. Damit werde eine Arrondierung des gesamten Projekts Münchheide angestrebt. „Die frühzeitige Beteiligung wird derzeit vorbereitet“, sagt Hellwig-Stieger: Das ganze Projekt befindet sich gerade noch im Bebauungsplan-Verfahren, mit dessen Rechtskraft sie für 2027 rechnet.
Da aber die Nachfrage nach Grundstücken im gesamten Areal Münchheide seitens der Unternehmen – Münchheide V sei vielfach überzeichnet gewesen – nach wie vor immens und ungebrochen sei, habe die Geschäftsführung bereits Kontakt zu potenziellen Interessenten aufgenommen, heißt es von der Stadt. Wobei bei der Auswahl der künftigen Firmen eindeutige Prioritäten gesetzt würden, erläutert Pakusch: „Wir achten auf einen gesunden Branchenmix, auf die Menge der entstehenden Arbeitsplätze – was dann heißt, das innovative Unternehmen aus zukunftsfähigen Branchen natürlich eher infrage kommen.“
Das Areal mit einer Gesamtfläche von 200.000 Quadratmetern und einer Netto-Baufläche von rund 160.000 Quadratmetern soll auch ökologisch optimiert werden. Faktoren wie Photovoltaik, Regenwasserversickerung und Dachbegrünung sollen in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. „Auch die verkehrliche Anbindung über den ÖPNV wird natürlich mitgedacht“, sagt Prokurist Nachtwey, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Willich.
Da sich die aktuell vorgesehene „Sackgassenstruktur“ nur bedingt für eine direkte Anbindung an den ÖPNV eigne, soll die Erschließung des Areals vorrangig über die bestehende Haltestelle „Beckershöfe“ entlang der L361 erfolgen, die derzeit von der Buslinie 056 bedient wird. Nachtwey: „Ergänzend sollen integrierte Fuß- und Radwegeverbindungen eine möglichst gute Erreichbarkeit der Haltestelle aus dem Gebiet heraus sicherstellen.“ In der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt sind auch mögliche Linienverlängerungen und Taktverdichtungen für eine verbesserte Anbindung des Gewerbegebiets an den ÖPNV Konzeptansätze.