Ein Förderband, darauf steht "Continental - Contitech".

Stand: 07.05.2026 18:25 Uhr

Continental streicht bei seiner Kunststofftechnik-Sparte Contitech mit Hauptsitz in Hannover massiv Stellen. Weltweit sollen 3.000 Stellen wegfallen, davon 1.600 in Deutschland und wiederum 700 in Hannover.

Das sagte ein Unternehmenssprecher dem NDR Niedersachsen. Die überregionalen Zahlen zum geplanten Stellenabbau hatte der Konzern vorab bekanntgegeben – nach einer Einigung auf Rahmenbedingungen mit der Gewerkschaft IGBCE.

700 von rund 3.000 Stellen in Hannover betroffen

Contitech sitzt in Vahrenwald, Vinnhorst und hat seine Unternehmenszentrale am Pferdeturm. Aktuell arbeiten dort insgesamt etwa 3.000 Beschäftigte, so der Sprecher. Der Stellenabbau trifft demnach 700 von ihnen. Der Betriebsrat erklärte dazu, betriebsbedingte Kündigungen sollten bis mindestens Ende 2030 vermieden werden. Stattdessen sollten die Arbeitsplätze über Freiwilligenprogramme, Teilzeitarbeit, Versetzungen oder Vorruhestandsregelungen reduziert werden. Für einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Vahrenwald und Vinnhorst werde auch nach der Einigung zwischen den Konzern und der IGBCE auf Rahmenbedingungen noch lokal weiterverhandelt, so der Unternehmenssprecher.

Stellenabbau angekündigt – Umfang war unklar

Ein Teil der 3.000 Arbeitsplätze soll in andere Länder verlagert werden, hieß es vom Konzern. Contitech will so Kosten senken. Der Stellenabbau war bereits im vergangenen November angekündigt worden. Der Umfang war aber bisher unklar. Aktuell beschäftigt die Sparte mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, davon etwa 7.700 in Deutschland. Contitech liefert unter anderem Schläuche, Antriebsriemen und Förderbänder für die Industrie.

Ein großes Firmenschild von Continental.

In der Sparte ContiTech sollen 150 Millionen Euro eingespart werden. Der Betriebsrat sieht 1.000 bis 1.500 Stellen in Gefahr.

Continental will sich von Contitech trennen

Continental will Contitech noch in diesem Jahr verkaufen. Nach dem Verkauf soll im Konzern dann noch das Reifengeschäft verbleiben. Die nun getroffene Vereinbarung zum Stellenabbau gilt laut IGBCE ausdrücklich auch für einen künftigen Käufer von Contitech.

Ein großes Logo hängt an der Konzernzentrale der Continental AG.

Konkret betroffen ist die Sparte ContiTech. Laut Konzern geht es vor allem um die Verwaltung in Hannover.

Der Schriftzug "Continental" auf einem Schild am Haupteingang des Continental Unternehmens ContiTech in Northeim.

Grund dafür sind Sonderkosten im Zuge des Konzernumbaus. Auch die derzeitigen Zölle haben einen Einfluss auf den Umsatz.

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