
Fußball-Zweitligist Hannover 96 will am Sonnabend im Aufstiegsrennen den nächsten Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg machen. Die „Roten“ sind seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen – konnten dabei allerdings auch nur dreimal gewinnen.
Das jüngste Remis der Niedersachsen am vergangenen Wochenende gegen den fast sicheren Absteiger Preußen Münster war ein Rückschlag im Streben der „Roten“ nach einer Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs.
Nachhaltige Spuren hinterließ das späte 3:3 gegen den SCP laut 96-Trainer Christian Titz allerdings nicht. Seine Mannschaft sei „positiv, fokussiert, sehr klar in den Handlungen. Es herrscht eine gute Atmosphäre und eine Überzeugung im Team“, sagte der 55-Jährige vor dem Spiel am Sonnabend beim VfL Bochum (13 Uhr, im NDR Livecenter).
Spannendes Aufstiegsrennen
Mit 58 Punkten aus 32 Partien haben die Norddeutschen zwei Spieltage vor Schluss auf Platz drei liegend nur einen Zähler Rückstand auf die SV Elversberg und damit einen direkten Aufstiegsrang. Die „Elv“ gastiert am Sonntag bei der abstiegsbedrohten Fortuna aus Düsseldorf. Zudem droht den „Roten“ auch von hinten noch Gefahr, denn der viertplatzierte SC Paderborn ist punktleich mit den Kickern von der Leine. Die Ostwestfalen empfangen bereits am Freitagabend den Karlsruher SC.
Titz-Kritik am Spielplan
Die Zerstückelung des vorletzten Spieltags war nicht nur der Faninitiative „Unsere Kurve“ ein Dorn im Auge, auch Titz äußerte seine Kritik: „Es wäre positiv, wenn der vorletzte Spieltag auch zeitgleich stattfinden würde“, sagte der Coach der Niedersachsen. „Aber wir können es nicht beeinflussen und nehmen es, wie es kommt. Der Fokus liegt auf uns.“
Bochum so gut wie gerettet
Und der Gegner der Hannoveraner? Die Bochumer sind mit 40 Punkten auf Rang zehn so gut wie gerettet, ihr Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 beträgt sechs Zähler, zudem hat der VfL ein positives Torverhältnis. 96 ist dennoch gewarnt vor den Nordrhein-Westfalen: „Wir spielen auswärts bei einem schwierigen Gegner. Sie haben im Umschaltspiel mit ihrer Geschwindigkeit ihre Stärken – in einem Stadion, das ausverkauft ist und wo eine richtige Atmosphäre herrschen wird“, mahnte Titz vor der Partie.
Chakroun fehlt den „Roten“
Verzichten müssen die Gäste im Ruhrstadion auf Husseyn Chakroun. Der 21-Jährige wird nach Angaben des Vereins an der Schulter operiert und fällt für die letzten beiden Saisonspiele beim VfL und eine Woche später gegen den 1. FC Nürnberg aus. Chakroun hatte sich beim Remis gegen Münster die Schulter ausgekugelt.
Mögliche Aufstellungen:
Bochum: Horn – Olsen, Loosli, Strompf, Morgalla – Bero, Pannewig – Miyoshi, Kwarteng, Holtmann – Hofmann
Hannover: Noll – Allgeier, Leopold, Nawrocki – Thordarson – Aseko Nkili, Oudenne – Taibi – Bundu, Yokota – Källman