Bei der zweiten Auflage der VfB-Initiative dreht sich alles um den Amateurfußball. Alexander Wehrle lobt das Zusammenspiel – Maximilian Mittelstädt, Alexander Nübel und Deniz Undav haben ihre Heimatvereine besucht.
Was haben der SC Staaken in Berlin, der TSV Tudorf bei Paderborn und der TSV Achim bei Bremen gemeinsam? Sie alle haben heutige Bundesliga-Profis des VfB und gleichzeitige Nationalspieler ausgebildet. Maximilian Mittelstädt lernte bei Staaken, Alexander Nübel bei Tudorf und Deniz Undav bei Achim das Fußball-ABC. Dort dribbelten sie das erste Mal mit dem Ball, dort bejubelten sie ihre ersten Siege im Vereinsfußball, dort lernten sie Werte wie Teamgeist und Fairplay. Ohne Basis keine Spitze – ohne Spitze keine Basis.
Alexander Wehrle: „Unschätzbarer Beitrag für die Gesellschaft“
Und genau dieses Zusammenwirken stärkt der VfB Stuttgart 1893 mit seiner Veranstaltungsreihe „Bundesliga trifft Basis“. Der Club aus Cannstatt rief die Initiative in der vergangenen Saison 2024/2025 ins Leben – bei der erstmaligen Auflage stand das Thema „Schiedsrichter“ im Vordergrund. Nun, in der laufenden Spielzeit, drehte sich alles um den Amateurfußball. In den vergangenen Wochen haben die drei VfB-Profis Maximilian Mittelstädt, Alexander Nübel und Deniz Undav ihre Heimatvereine besucht sowie sich mit ihnen persönlich und digital ausgetauscht. Darüber hinaus nahmen sie am Donnerstagabend, 7. Mai 2026, an einem zugehörigen Talk-Format in der MHP Arena teil, das gemeinsam mit dem Württembergischen Fußballverband realisiert wurde. Die Sichtweise der Politik brachte die baden-württembergische Landtagspräsidentin Muhterem Aras ein. All dies rückte die Themen und Herausforderungen des Amateurfußballs in den Mittelpunkt.
Impressionen zu „Bundesliga trifft Basis“ 2026
Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB, sagt: „Der Fußball im Breitensportverein fördert den sozialen Zusammenhalt, vermittelt Werte wie Teamgeist und Fairness und leistet durch ehrenamtliches Engagement einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Als größter Sportverein Baden-Württembergs fühlen wir uns der Verantwortung verpflichtet, Basis und Spitze immer wieder zusammenzubringen. Ich freue mich sehr, dass das Format ‚Bundesliga trifft Basis‘ sowohl von unseren Spielern als auch vom Württembergischen Fußballverband, den Amateurvereinen und der Landespolitik derart aktiv begleitet wird.“
VfB und Profis spenden gemeinsam für Amateurvereine
Bei ihren Amateurvereinsbesuchen erlebten die Jungs aus Cannstatt besondere Momente, trafen auf frühere Wegbegleiter und Jugendtrainer – und das an ganz besonderen Orten. „Es war schön, bekannte Gesichter zu treffen und dorthin zurückzukehren, wo ich mit dem Fußball begonnen habe“, sagt Maximilian Mittelstädt, der beim SC Staaken anfing und erst in der U16 an das Nachwuchsleistungszentrum von Hertha BSC wechselte: „Ich hatte eine tolle Zeit in den Amateur- und Ausbildungsvereinen – mir tat es gut, Familie, Freunde und Schule um mich zu haben.“
VfB-Stürmer Deniz Undav:
„Am liebsten wollte ich als Kind rund um die Uhr kicken.“
Deniz Undav, dessen Bruder Rocat in der Herrenmannschaft des TSV Achim spielt, sagt: „Wir haben drei Minuten entfernt vom Sportplatz gewohnt. Am liebsten wollte ich als Kind rund um die Uhr kicken. Ich hatte eine sehr schöne Zeit beim TSV Achim – die Trainer haben uns mit viel Engagement gefördert.“ Torhüter Alexander Nübel, der beim TSV Tudorf zunächst als Feldspieler begann, sagt: „Es war für mich sehr spannend, zu erfahren, wie sich mein Heimatverein entwickelt, welche Ideen und Herausforderungen existieren. Es ist uns ein Anliegen, auch etwas zurückgeben zu können.“
Im Rahmen von „Bundesliga trifft Basis“ haben der VfB und die drei Spieler gemeinsam jeweils 10.000 Euro als Spende an den jeweiligen Amateurverein überreicht. Der SC Staaken möchte das Geld für seine Infrastruktur einsetzen, der TSV Tudorf plant derzeit den Bau eines Multifunktionsspielfeldes und beim TSV Achim kann damit ein wesentlicher Teil des sportlichen und organisatorischen Aufwandes im Nachwuchsbetrieb unterhalten werden.


