Statt vier Spuren nur noch zwei
XXL-Baustelle: Westtangente verdrängt Fahrbahn immer mehr
Aktualisiert am 07.05.2026 – 21:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Fürstenrieder Straße ist kaum noch zu erkennen. Sie wird immer weiter von der Baustelle für die Westtangente eingenommen. (Quelle: Sarah Koschinski)
Die Baustelle der Tram-Westtangente schränkt den Verkehr auf der Fürstenrieder Straße massiv ein. Ab Mitte Mai drohen zusätzliche Einschränkungen bei der U6.
Wer im Münchner Westen in den Stadtvierteln Laim und Sendling Westpark lebt, kennt sie bereits gut: die Großbaustelle der geplanten Tram-Westtangente. Die Fahrbahnen wurden von vier auf zwei Spuren reduziert, Bushaltestellen werden regelmäßig verlegt und Busse stecken immer wieder im Stau fest. Einen Teil der neuen Tramstrecke haben die Bauarbeiter bereits fertiggestellt. Doch für Pendler, die auf die U6 angewiesen sind, wird die Fahrt in die Stadt ab Mitte Mai zur Geduldsprobe.
Die U6 verbindet den Münchner Westen mit der Station Klinikum Großhadern und führt bis in den Nordosten der Stadt zur Stadtion Garching Forschungszentrum. Auf der Strecke liegen stark frequentierte Haltestellen wie Implerstraße, Goetheplatz, Sendlinger Tor und Marienplatz. Wer etwa zu den Stationen Lehel, Max-Weber-Platz oder Ostbahnhof möchte, muss in Laim in die U5 umsteigen.
Der Weg zum Laimer Platz ist derzeit oft nur mit viel Zeit und Geduld zu schaffen. Wer an der Haltestelle Holzapfelkreuth startet und zur U5 in die Stadt will, kann zwar die Buslinien 151 und 51 nutzen. Seit Beginn der Bauarbeiten für die Tram-Westtangente ist die Fürstenrieder Straße jedoch von zwei Spuren auf eine verengt. Zudem nimmt die Baustelle immer mehr Rad- und Fußwege ein, Bushaltestellen werden regelmäßig verlegt. Für Fahrgäste wird der Weg zum Laimer Platz so zu einer Art Spießrutenlauf.
Ein weiteres Problem ist die Verdrängung der Fußgänger. Wer entlang der Fürstenrieder Straße einkaufen möchte und beispielsweise zum Lidl will, der muss an der Ampel auf der Straße warten. Rund um die Allguth Tankstelle tummeln sich die Baustellenzäune. Die dadurch sowieso schon eingeschränkte Fahrbahn müssen sich somit Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer nun teilen.
