Hamburg wird laut – und zwar nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Business. Im Metal Business Club (MBC) trifft harte Musik auf Unternehmertum. Zusammenkommen sollen Unternehmer, die eines verbindet: die Liebe zu Metal, Punk und Hardcore.
Die Idee stammt aus den Niederlanden, wo der MBC seit 2024 bereits läuft. Jetzt soll das Konzept auch in Hamburg Fuß fassen. Los geht’s am 12. Mai im „Zwick“ auf St. Pauli. Danach sind regelmäßige Treffen geplant – offen für alle Unternehmer, die Lust auf laut und anders haben.
Was macht den Club besonders – und warum funktioniert das Netzwerken zwischen lauter Musik und Business überhaupt? Antworten gibt Jürgen von Polier, der den MBC nach Hamburg gebracht hat.
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- Hafensause: Die Highlights des Großevents
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
- 16 Seiten Sport: Die Ziele nach der HSV-Rettung & St. Paulis harmloser Angriff
- 28 Seiten Plan 7: Wie „Deine Freunde“ alle begeistern & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Für von Polier lag Hamburg als Standort auf der Hand. Die Nähe zum Wacken-Festival und die lebendige Metal-Szene der Stadt liefern die perfekte Kulisse. Die gemeinsame Leidenschaft für laute Musik soll dabei die Basis fürs Netzwerken sein. Auch der Zugang zu Konzerten und Festivals ist für viele Mitglieder ein zusätzlicher Anreiz.
Unternehmer Jürgen von Polier ist selbst seit Jahren Teil der Metal-Szene. Jürgen von Polier
Unternehmer Jürgen von Polier ist selbst seit Jahren Teil der Metal-Szene.
Der erste größere Auftritt in Deutschland ist beim Summer Breeze Festival (12. bis 15. August) in Dinkelsbühl geplant. Mit Geezer Butler, Bassist von Black Sabbath, als Gastredner setzt der Club direkt ein Ausrufezeichen. Und bei geschätzt sieben bis neun Millionen Metalfans in Deutschland ist die Zielgruppe jedenfalls alles andere als klein. Seit vergangenem Monat ist der Club auch in der bayerischen Landeshauptstadt München vertreten.
Von Polier ist überzeugt, dass Metal und Unternehmertum gut zusammenpassen – auch wegen des Zusammenhalts in der Szene. „Die sanfteste und freundlichste Szene“, sagt er der MOPO. Wer einmal in Wacken im Schlamm gestanden hat, um ein Konzert zu sehen, wisse, wie verbindend das sein kann. Von genau dieser Ehrlichkeit und Bodenständigkeit könnten auch andere Business-Netzwerke profitieren. „Es tut uns allen gut, wenn wir ein bisschen echter werden und näher zusammenrücken“, so von Polier.
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Die Musik diene dabei als gemeinsame Basis und bringe Unternehmer, Selbständige und Kreative zusammen – aus Gastronomie, Finanzen, IT und vielen anderen Bereichen. Sie schaffe eine branchenübergreifende Plattform fürs Netzwerken.
Dass die Kick-off-Veranstaltung bereits ausgebucht ist, freut von Polier – und stimmt ihn optimistisch für die Zukunft des MBC in Hamburg.
