Marode Straßen und alte Brücken – in Hamburg ist das längst kein Ausnahmefall mehr. Ob Sternbrücke oder Berliner Tordammbrücke: Die Liste der Sanierungsfälle ist lang. Und spätestens seit dem Kälteeinbruch zu Jahresbeginn gleichen viele Straßen eher einem Flickenteppich aus Schlaglöchern als einer Fahrbahn. Klar ist: Ohne zusätzliches Geld geht hier nichts voran.

Die Verkehrsbehörde hat nun in einer Mitteilung bekanntgegeben, dass sie zusätzlich 39 Millionen Euro für die Sanierung von Brücken und Straßen sowie für die schnelle Beseitigung von Schlaglöchern bereitstellen wird. Die Gelder hat man durch Umschichtung im eigenen Haushalt locker gemacht. Das bedeutet, in anderen Bereichen wurden weniger Mittel benötigt, als ursprünglich eingeplant.

Großteil des Geldes fließt in Straßensanierung

Die 39 Millionen Euro sind Teil eines größeren Pakets, das auch Investitionen in Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie die Planung einer Ersatzbrücke für die beschädigte Freihafenelbbrücke umfasst. Ziel ist es laut Verkehrsbehörde, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Schäden des Winters möglichst schnell zu beseitigen.

Von dem zusätzlichen Geld sollen 30 Millionen Euro in die Straßensanierung fließen. Zwei Drittel für die Instandsetzung der Fahrbahnen an Hauptverkehrsstraßen und ein Drittel für die Beseitigung von Schlaglöchern und anderen Winterschäden.

Tjarks: Sanierung der Straßen ist ein Marathonlauf

Die übrigen neun Millionen sind für die Sanierung von Brücken vorgesehen. Dazu sagt Verkehrssenator Anjes Tjarks: „Die grundlegende Sanierung der Straßeninfrastruktur ist ein wichtiges und nur durch dauerhaftes und beharrliches Arbeiten erreichbares Ziel. Diesen Marathonlauf werden wir jetzt mit Kraft fortsetzen.“

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Hamburg investiert bereits seit Jahren in die Sanierung der Straßen. Seit 2020 wurden im Stadtgebiet rund 1200 Kilometer Fahrstreifen erneuert, heißt es in der Mitteilung. (kla)