Musik-Wettbewerb
Sessionshit-Sänger: Klare Prognose für Sarah Engels beim ESC
07.05.2026 – 22:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Sarah Engels bei einem Auftritt (Archivfoto): Die Rheinländerin tritt für Deutschland beim ESC in Wien an. (Quelle: Matthias Gränzdörfer/imago)
Druckluft-Sänger Flo Hertel traut Sarah Engels beim ESC 2026 Großes zu – und will auch einen eigenen Eurovision-Auftritt nicht ausschließen.
Sarah Engels ist mit ihrem ESC-Song „Fire“ in Wien angekommen – und das mit wohlwollendem Rückenwind aus dem Rheinland. Flo Hertel, Sänger der Köln-Bonner Brassband Druckluft, hält die 32-Jährige für eine starke Kandidatin beim diesjährigen Eurovision Song Contest.
Der Kölner Lokalredaktion von t-online sagte Hertel: „Sarahs Song ‚Fire‘ finde ich sehr, sehr geil, damit kann sie auf jeden Fall in der oberen Tabellenhälfte landen.“ Gleichzeitig dämpfte Hertel, dem mit der „Karnevalsmaus“ in diesem Jahr der Sessionshit glückte, überzogene Erwartungen an einen möglichen deutschen Sieg in Wien: „Ein guter Song bedeutet nicht direkt, dass man auch oben landet. Aber wir haben auf jeden Fall Chancen.“
Persönlich begegnet sind sich die beiden Musiker bislang noch nicht – Hertel schätzt Engels aber als außergewöhnliche Sängerin und Tänzerin: „Es ist sehr cool zu sehen, dass sie Gesang und Tanz auf diesem Level kombinieren kann.“ Diese Kombination könne ihr gerade bei der Punktevergabe beim ESC helfen, so Hertels Prognose.
So oder so, Hertels abschließende These für den ESC-Erfolg: „Am Ende muss der Künstler hinter seinem Song stehen, sich selbst nicht zu ernst nehmen – und dann sind die Chancen relativ hoch.“ Der 30-Jährige schaut den ESC immer gerne, denn da könne man als Musiker schließlich auch noch einiges lernen. Der Wettbewerb sei nämlich ein „Showlaufen der neuesten Bühnentechnik“, aber auch Inspirationsquelle für neue Songs – „weil da eben sehr viel aus der ganzen Welt zusammenkommt.“
Und tatsächlich kann sich Hertel auch vorstellen, dass Druckluft eines Tages mal am ESC teilnimmt: „Wenn jemand deshalb anruft, wären wir auf jeden Fall am Start.“ Sein Pitch: Druckluft könnte das weltweite Image der deutschen Blasmusik, vor allem eben bayerisch und doch recht traditionell, als Brasspopband ordentlich aufpeppen.
Druckluft hatte mit ihrer „Karnevalsmaus“ zuletzt einen kometenhaften Aufstieg erlebt: Platz eins in den deutschen Charts, 160 Auftritte und über zehn Millionen Streams. Derzeit arbeitet die Band an einem Nachfolger: „11 von 11“ soll der nächste Karnevalshit werden.
