Tanz trifft ki
Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar – Immer mehr Menschen nutzen auch KI als Ratgeber für sehr persönliche Anliegen. Zugleich scheint die Nachfrage nach Psychotherapie und Telefonseelsorge nicht zurückzugehen.

Auch im vergangenen Jahr waren Mitarbeitende der TelefonSeelsorge Rhein-Neckar für mehr als 20.000 Anrufe rund um die Uhr persönlich erreichbar. Vor diesem Hintergrund fragt die TelefonSeelsorge in der Veranstaltungsreihe zu ihrem 65-jährigen Jubiläum danach, welchen Beitrag KI künftig leisten kann. Mit dem Titel „Chancen und Risiken der KI in der Seelsorge“ diskutieren Fachleute am 19. Mai um 17.30 Uhr im EinTanzHaus Mannheim (G4). Anschließend werden Mitarbeitende der TelefonSeelsorge Rhein-Neckar geehrt und verabschiedet, bevor ab 20 Uhr DJ-Pfarrer Petracca aus Heidelberg ganz nach dem Motto „Tanz trifft KI“ Musik zum Tanzen auflegt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bei persönlichen und emotionalen Themen wie Einsamkeit, Sorgen oder belastenden Situationen wenden sich immer mehr Menschen an KI als Kommunikationsgegenüber. Mit dieser Entwicklung sowie den Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie setzen sich auch Bereiche wie Seelsorge, psychosoziale Beratung und Psychotherapie auseinander. Im Jubiläumsjahr der TelefonSeelsorge Rhein-Neckar thematisiert diese Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Fachleuten die Frage: Wird KI künftig vor allem ein unterstützendes Werkzeug bleiben – oder könnte sie in bestimmten Situationen auch Funktionen menschlicher Begleitung übernehmen?

Moderiert von Juliane Langer diskutieren:

Prof. Dr. Annette Haußmann, Leiterin des Zentrums für Seelsorge der Evangelischen Landeskirche,
Prof. Dr. Georg W. Alpers, Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie, Biologische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Mannheim sowie Leiter der Psychologischen Ambulanz am Otto-Selz-Institut,
Dipl.-Psych. Diana Beetz, vom Leitungsteam der ökumenischen Telefonseelsorge Rhein-Neckar.

Frank Stockmann, Gründer von SIXPACK MIND AI, wird in einem Bühnengespräch von Erkenntnissen u.a. aus der KI-gestützten mentalen Arbeit mit Spitzensportler:innen berichten.

KI-Systeme sind jederzeit verfügbar, reagieren schnell und können Gespräche strukturieren oder erste Orientierung geben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Rolle Aspekte wie Beziehung, Empathie, Vertrauen und Verantwortung künftig spielen – und inwiefern diese durch Technologie ergänzt, verändert oder auch herausgefordert werden. Aus theologischer, psychologischer und praktischer Perspektive wird dieses Spannungsfeld in der Diskussion beleuchtet.

Die TelefonSeelsorge Rhein-Neckar ist eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Zusätzlich zur Erreichbarkeit am Telefon wird seit 30 Jahren auch Seelsorge per Chat und Mail angeboten, denn manchmal fällt das Schreiben leichter als das Sprechen. Seit 1961 ist dieser Dienst vorurteilsfrei für Menschen in Mannheim und der Region da, unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Ein Team aus 160 Ehrenamtlichen engagiert sich in der TelefonSeelsorge Rhein-Neckar, die von einem ökumenischen Team geleitet wird. Infos unter www.telefonseelsorge-rhein-neckar.de. Motiv: TS Rhein-Neckar (dv/schu)

Quelle: Evangelische Kirche in Mannheim

Zuletzt aktualisiert am 7. Mai 2026, 22:11