Nach dem Rückzug der bisherigen Bewerberin hat die SPD Berlin-Mitte sich für eine neue Kandidatin im Rennen um das Bezirksbürgermeisteramt entschieden. Der Kreisvorstand nominierte Alexandra Wend mit großer Mehrheit.

Die Vizechefin der SPD Pankow kam nach Parteiangaben auf 29 Stimmen bei einer Gegenstimme. Die formale Nominierung soll auf einer Kreisdelegiertenversammlung im Mai erfolgen. In Berlin werden das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September neu gewählt.

Wend ist Referatsleiterin für Gleichstellung in der Arbeits- und Wirtschaftswelt in der Senatsverwaltung für Arbeit. Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte sie für die SPD in Pankow. Vorgeschlagen wurde sie von einer Findungskommission der SPD Berlin-Mitte, deren Empfehlung der Kreisvorstand folgte. „Alexandra Wend verbindet fachliche Kompetenz, Verwaltungserfahrung und politische Leidenschaft“, erklärten die Kreisvorsitzenden Annika Klose und Yannick Haan.

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Vorgängerin nach kuriosem Vorfall zurückgetreten

Die bisherige Kandidatin Uta Francisco dos Santos hatte ihre Bewerbung für das Bürgermeisteramt sowie für die Bezirksverordnetenversammlung zurückgezogen, nachdem Berichte über Wahlkampfauftritte trotz Krankmeldung erschienen waren. Die Berliner Zeitung hatte berichtet. Der SPD-Kreisverband hatte sie nach Bekanntwerden der Umstände zum Rückzug aufgefordert. Dieser Aufforderung wollte sie zunächst nicht nachkommen, Mitte April gab sie jedoch die Kandidatur auf.

Als Grund für ihren Rückzug als Bürgermeisterkandidatin nannte Francisco dos Santos über ihren Anwalt eine „mediale Kampagne“ vor allem „rechter Medien“ gegen sie. Den Listenplatz eins für die Bezirksverordnetenversammlung will sie nach eigenen Angaben behalten.

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