V-Partei³ kritisiert: Tierschutz bleibt außen vor – Olympia-Beauftragter bekommt Geld
In der konstituierenden Sitzung des Augsburger Stadtrats wurden mehrere bezahlte Beauftragtenfunktionen beschlossen – ein Antrag der V-Partei³ auf einen eigenen Tierschutzbeauftragten wurde jedoch mit den Stimmen von CSU, SPD, Grünen, Freien Wählern, Volt, ÖDP, FDP und GenAUX abgelehnt.
Von Bruno Stubenrauch
30.000 bis 60.000 Katzen leben in Augsburg (Foto: DAZ)
Die V-Partei³ kritisiert die Entscheidung als kurzsichtig und widersprüchlich, zumal das Thema Tierschutz in Augsburg auf vielfältige Weise relevant sei. Sie verweist auf die hohe Zahl von Tieren in der Stadt: über 10.000 Hunde, geschätzt 30.000 bis 60.000 Katzen, bis zu 10.000 Stadttauben, etwa 100 bis 150 Biber sowie streng geschützte Arten wie den Laubfrosch. Das Tierheim Augsburg kümmere sich jährlich um rund 1.800 Tiere. „Tierschutz ist kein Randthema, sondern ein dauerhafter kommunaler Aufgabenbereich“, so die Partei.
Zudem kritisiert die V-Partei³ die finanziellen Aufwendungen für die neuen Beauftragten – geschätzt 200.000 bis 300.000 Euro über die Legislaturperiode – als in Zeiten angespannter Haushaltslage nicht angemessen. Besonders unverständlich sei die Einrichtung einer Beauftragung für das Thema Olympia, da eine deutsche Bewerbung noch völlig offen und eine Augsburger Beteiligung daran höchst ungewiss sei.
Stadtrat Roland Wegner (V-Partei³) erklärte, er werde sich weiterhin ehrenamtlich für den Tierschutz einsetzen – ohne zusätzliche Vergütung.
Artikel vom
08.05.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Politik, Aus dem Stadtrat, Parteien