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St. Clair stieg in den Jahren nach Trumps erster Amtszeit in den Reihen der MAGA-Bewegung auf und erzielte mit ihren Beiträgen auf X Millionen von Aufrufen, darunter einen, in dem sie Hillary Clinton und Kamala Harris als „unerträgliche Weiber“ bezeichnete. In einem anderen beschwerte sie sich darüber, dass Migranten auf ihrem Flug von Phoenix nach New York in „Premium-Sitzen“ flogen. Ihre Online-Popularität verschaffte ihr Zugang zu den höchsten Ebenen der konservativen Macht, sie wurde auch zu Trumps Wohnsitz in Mar-a-Lago eingeladen. Sie schrieb ein Kinderbuch mit dem Titel „Elephants Are Not Birds“ (Elefanten sind keine Vögel), von dem Kritiker sagten, es diskriminiere Transmenschen und würde extrem konservative Ansichten über Geschlechterrollen und Familien darstellen.
Ihre Popularität auf X, damals noch Twitter, machte den Besitzer der Plattform, Elon Musk, auf sie aufmerksam. Die beiden hatten eine geheimgehaltene Beziehung, aus der ein Sohn hervorging. Musk und St. Clair sind mittlerweile zerstritten, vor Gericht gab es einen Streit ums Sorgerecht.
Danach machte sie eine Pause mit ihren Beiträgen. Sie sei desillusioniert gewesen, als sie gesehen habe, wie ihre politischen Verbündeten über Frauen gesprochen oder sie behandelt hätten, sagte sie, doch sie habe geschwiegen, aus Angst, ihnen zu widersprechen würde bedeuten, „ihr ganzes Leben zu ruinieren“. Der Ausstieg fiel ihr entsprechend schwer. „Es geht nicht nur um deine politischen Überzeugungen, sondern auch um dein soziales Umfeld, deine Finanzen – alles hängt mit MAGA zusammen“, sagte die bekennende Rechte auf TikTok, „mit meinen Google-Suchergebnissen könnte ich nicht einfach so kündigen und einen Job bei Starbucks oder Pinterest annehmen.“
Jetzt verkündet sie „Geheimnisse aus der MAGA-Bewegung“, wie dass die Mitglieder in Gruppen-Chats Botschaften aus dem Weißen Haus und Vertretern der Republikaner vorgesagt bekommen, die sie dann in der Öffentlichkeit verbreiten sollen. Das sei auch nach dem Vorfall beim Korrespondenten-Dinner in Washington geschehen, bei dem ein bewaffneter Mann in das Hotel eingedrungen war, in dem Donald Trump bereits angekommen war. Sehr viele Anhänger hätten daraufhin das Narrativ von Trump, dass nun ein sicherer Ballsaal am Weißen Haus notwendig sei, mit fast identischen Worten verbreitet.