1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Trendelburg

DruckenTeilen

Uns auf Google folgenDiethardt Rindermann und Tamara Conradi von der Kunstinitiative Kunst säen und sehen mit der Ausstellungsleiterin Heidi Hopf (v.l.) vor Bildern Meta Muscats, die Trendelburger Szenerien zeigenVernissage in der Alten Mühle: Diethardt Rindermann und Tamara Conradi von der Kunstinitiative Kunst säen und sehen mit der Ausstellungsleiterin Heidi Hopf (von links) vor Bildern Meta Muscats, die Trendelburger Motive zeigen. © Matthias Meyer

Die Malerin Meta Muscat lebte 17 Jahre in Trendelburg. Ihre impressionistischen Gemälde sind jetzt in einer Ausstellung zu sehen.

Trendelburg – Die im Jahre 1978 verstorbene heimische Malerin Meta Muscat hat ein künstlerisches Lebenswerk hinterlassen, welches nicht in Vergessenheit geraten sollte. So ergriff die Hofgeismarerin Heidi Hopf, die Muscat persönlich kannte und selbst einige ihrer Bilder im Besitz hat, die Initiative zu einer Ausstellung, ergänzt um Bilder aus dem Besitz privater Ausleiher und der Stadt Hofgeismar. Am Samstag fand die Vernissage in Trendelburg statt.

„Die Bilder wollten wieder präsentiert werden. Der Schatz ist zu kostbar, um ungezeigt zu bleiben“, erklärte Hopf. In der Trendelburger Kunstinitiative „Kunst säen und sehen“ fand sie das geeignete Forum. Einige der impressionistischen Gemälde und Kohlezeichnungen sind nun in der Alten Mühle zu besichtigen. Ein passender Rahmen, lebte Meta Muscat doch ihre letzten 17 Jahre in diesem Ort und fand auch in Trendelburg ihre letzte Ruhe.

Malerei war Muscats Bestimmung und ihr Leben. So wollte die 1903 geborene Kasselerin schon früh Malerin werden, beugte sich dann zunächst aber dem väterlichen Wunsch und wurde Innenarchitektin. Nach einigen Jahren in diesem Beruf schloss sie sich dem bekannten Kunstmaler Walter Schliephacke an und arbeitete fortan als freischaffende Künstlerin. 1944 zerstörten Bomben ihre Wohnung in Kassel, und sie zog nach Hofgeismar, wo heute auch eine Straße nach ihr benannt ist.

Als sie dann ein Haus in Trendelburg erbte, richtete sie sich den Pferdestall als Atelier ein und fand hier eine neue Heimat. Die Reize und die Schönheit der Region schenkten ihr viele Motive und Inspirationen. So finden sich auch in der am Samstag eröffneten Ausstellung Bilder mit Ansichten der Trendelburg, Sababurg und des Wesertals.

Die Ausstellung mit Meta Muscats Werken ist noch bis zum 31. Mai während der Öffnungszeiten des Mühlencafés zu sehen.