Mehr als 9,3 Milliarden Euro

NRW-Kommunen häufen Milliardenloch an

08.05.2026 – 04:56 UhrLesedauer: 1 Min.

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Verschiedene Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch (Symbolbild): Die Finanzkrise der nordrhein-westfälischen Kommunen beschäftigt am Freitag den Düsseldorfer Landtag. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Keine andere Region in Deutschland ist so stark betroffen wie NRW. Opposition und Kommunalverbände werfen der Landesregierung mangelnde Lösungen vor.

Die nordrhein-westfälischen Kommunen haben im vergangenen Jahr ein Defizit von mehr als 9,3 Milliarden Euro in ihren Kernhaushalten angehäuft. So viel wie kein anderes Bundesland in Deutschland. Am heutigen Freitag (10 Uhr) beschäftigt die Finanzkrise der Städte und Gemeinden den Düsseldorfer Landtag.

Sowohl die SPD als auch die FDP haben eine Aktuelle Stunde zu dem Thema beantragt. Beide Oppositionsfraktionen verlangen Antworten von der schwarz-grünen Landesregierung, wie sie die Unterfinanzierung der Kommunen entschärfen will.

Hintergrund sind Daten des Statistischen Bundesamts, die vergangenen Monat veröffentlicht wurden. Demnach verzeichneten die Kommunen bundesweit im Jahr 2025 ein Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro, davon entfielen 29,4 Milliarden Euro auf die kommunalen Kernhaushalte.

Nordrhein-Westfalen sticht dabei besonders hervor: Mit einem Defizit von mehr als 9,3 Milliarden Euro allein in den Kernhaushalten bildeten die Städte und Gemeinden des Landes laut Städte- und Gemeindebund die traurige Spitze in Deutschland.

Der Verband zeichnet ein düsteres Bild der Lage. Er sieht die Kommunen „am Abgrund“, und warnt, dass wegen der eingeschränkten staatlichen Handlungsfähigkeit sogar die Demokratie gefährdet sei.