Konzernweiter Schritt
Commerzbank baut 3.000 Stellen ab
Aktualisiert am 08.05.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Eingang des Commerzbank-Towers in Frankfurt (Archivbild): Die italienische Unicredit möchte die Bank übernehmen. (Quelle: Michael Brandt/dpa)
Schon vor den Übernahmeplänen der Unicredit soll es bei der Commerzbank einen Plan zum Stellenabbau gegeben haben. Nun wird es unter dem Übernahmedruck ernst.
Die Commerzbank will im Übernahmeringen mit der italienischen Unicredit konzernweit etwa 3.000 weitere Vollzeitstellen abbauen. Das teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit. Zudem hob der Konzern die Geschäftsziele bis 2030 an.
Diesen Plan des Stellenabbaus gab es zwar schon, bevor Unicredit-Chef Andrea Orcel einen Umbauplan für den Fall einer Übernahme vorlegte und danach Anfang dieser Woche sein Kaufangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien offiziell machte. Doch der Druck des Großaktionärs aus Mailand ist damit nochmals gestiegen.
Für die Unicredit hat das Jahr 2026 mit einem Rekordüberschuss begonnen: Mit 3,2 Milliarden Euro meldete die italienische Großbank den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte.
Die Commerzbank hatte im Gesamtjahr 2025 trotz hoher Kosten für den laufenden Abbau von fast 4.000 Stellen mit gut 2,6 Milliarden Euro unter dem Strich ihren Rekordgewinn von 2024 nur knapp verfehlt: Er lag seinerzeit bei 2,7 Milliarden Euro.
