Seit der Einführung des KI-Modus und der „AI Overviews” in der Google-Suche ist die Klickrate auf angezeigten Websites massiv gesunken. Eine Ahrefs-Analyse vom Februar 2026 ergab, dass der Traffic im Durchschnitt um 58 Prozent eingebrochen ist. Um verärgerte Publisher zu besänftigen, hat Google jetzt fünf konkrete Updates angekündigt, die mehr Traffic auf externe Websites lenken sollen.

Das Suchverhalten hat sich gewandelt

Immer mehr Internetnutzer:innen verwenden inzwischen Chatbots für die Recherche von Informationen oder Produkten. So erhalten sie direkt Antworten, ohne sich durch Ergebnisse einer klassischen Suchmaschine klicken zu müssen. Für Google ist das ein ernstes Problem: Der Konzern generiert den Großteil seines Umsatzes mit Werbeanzeigen in der Suche. Sinkt der Traffic, schwinden die Einnahmen. Als Reaktion darauf führte Google mit den sogenannten „AI Overviews” eine eigene Zusammenfassung ein, die jetzt oberhalb der Suchergebnisse angezeigt wird und Informationen aus mehreren Quellen bündelt.

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Das sorgt wiederum bei Publishern für Frust. Wie The Next Web berichtet, hat das US-Medienunternehmen Penske Media sogar eine Kartellklage gegen Google eingereicht. Der European Publishers Council hat sich bei der Europäischen Kommission formell beschwert. Und auch die EU selbst hat eine Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob Googles KI-Funktionen gegen Wettbewerbsregeln verstoßen. Viele Publisher würden den KI-Zugriff von Google am liebsten blockieren. Daraus ergibt sich ein Teufelskreis: Einerseits will die Suchmaschine mit Chatbots mithalten, andererseits ist sie auf die Online-Inhalte angewiesen, auf die sich auch die „AI Overviews” stützen.

So will Google Publisher besänftigen

Google hat jetzt fünf Updates angekündigt, die wieder mehr Traffic auf Websites zurückleiten sollen. Die wichtigste Neuerung ist eine Funktion, um die Inhalte der angezeigten Zusammenfassung tiefer zu erforschen. Ein neuer Abschnitt am Ende der KI-Übersicht enthält kuratierte Links zu Artikeln und Fallstudien. Damit soll die KI-Zusammenfassung vom Endpunkt einer Suche zum Ausgangspunkt werden. Außerdem führt Google auf dem Desktop einen Inline-Link-Kontext ein. Fahren Nutzer:innen mit der Maus über einen eingebetteten Link, wird der Name der Website und der Seitentitel angezeigt. Das soll die Hemmschwelle senken, auf unbekannte Links zu klicken.

Drei weitere Änderungen betreffen spezifische Nutzungsszenarien. Erstens werden Links aus aktiven Nachrichten-Abos in den KI-Antworten von Google künftig hervorgehoben. Laut eigenen Angaben hätten erste Tests gezeigt, dass Nutzer:innen dadurch „deutlich häufiger“ klicken. Zweitens werden die „AI Overviews” eine Vorschau auf Meinungen aus Online-Foren und sozialen Medien enthalten, um einen größeren Kontext zu bieten. Drittens erweitert Google die Rezensionen und Vergleichsfunktionen für Produktsuchen und fügt mehr direkte Links zu Händler- und Bewertungsseiten hinzu.

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Werden die Updates Wirkung zeigen?

Das Pew Research Center stellte fest, dass nur acht Prozent der Nutzer:innen auf traditionelle Suchergebnisse klicken, wenn eine KI-Übersicht in der Google-Suche erscheint. Ohne entsprechende Zusammenfassung seien es fast doppelt so viele. Laut The Next Web sind die angekündigten Updates die bisher direkteste Anerkennung von Google, dass die Einführung seiner „AI Overviews” viele Publisher in eine Krise gestürzt hat. Die fünf Maßnahmen sollen die KI-Übersicht jetzt durchlässiger machen, um die Originalquellen wieder deutlicher in den Fokus zu stellen.

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