Aldi-Nord unterstützt Berlin bei Wegen aus der Wohnungskrise und zündet den Bau-Turbo. Vor einigen Jahren hatte die Supermarktkette angekündigt, 2000 neue Wohnungen an etwa 30 Filialstandorten in Berlin bauen zu wollen. An der Sewanstraße 259 in Lichtenberg kann demnächst Vollzug gemeldet werden. Wie der Discounter am Freitag verkündete, eröffnet auf dem Gelände aber noch vorher, am 13. Mai, eine neu gestaltete Aldi-Filiale mit 1200 Quadratmetern Fläche. Bisher waren es 787.

In einer Mitteilung preist der Discounter eine „helle und freundliche“ Verkaufsfläche, auf der etwa 1860 Produkte aus 18 Warengruppen angeboten werden sollen. Herzstück blieben die Aldi-Eigenmarken, die 87 Prozent des Sortiments ausmachen sollen, heißt es weiter. Die Eröffnung des Marktes kommt zur rechten Zeit, denn vor einigen Monaten hatte die Aldi-Filiale an der Treskowallee in Karlshorst für immer dichtgemacht. Dadurch war eine Versorgungslücke entstanden.

Aldi-Filiale in der Treskowallee in Lichtenberg

Aldi baut in Kooperation mit der Degewo Wohnungen

Kurz vor der Vermietung stehen laut Aldi insgesamt 136 Wohnungen, die der Discounter in Kooperation mit dem landeseigenen Wohnungsunternehmen Degewo gebaut hat. „Gemeinsam ist es uns gelungen, ein Projekt zu realisieren, das Wohnen und Nahversorgung in optimaler Weise miteinander verbindet und damit einen städtebaulichen Mehrwert schafft“, sagt Torsten Schmidt, Expansionist bei der für Berlin zuständigen Aldi-Regionalgesellschaft Seefeld.

48 der 136 Wohnungen sollen dauerhaft gefördert werden. Die Nettokaltmiete pro Quadratmeter soll bei 6,80 Euro starten. Angeboten werden 52 Einraumwohnungen, 52 Zweiraumwohnungen und 32 Wohnungen mit drei Zimmern. Der Vermietungsstart werde in Kürze von der Degewo bekanntgegeben, heißt es bei Aldi-Nord.