Berlin (dpa/cpa). Die Bundeswehr hat jetzt die Standorte für 24 Musterungszentren in Deutschland festgelegt. 16 der Zentren sollen demnach an bereits bestehenden Standorten eingerichtet werden. Musterungszentren sollen außerdem an acht neuen Standorten entstehen, an denen die Bundeswehr noch nicht präsent ist. Darunter ist auch Bielefeld. Das Verteidigungsministerium will zudem junge Männer, die den Fragebogen zum neuen Wehrdienst bei der Bundeswehr nicht ausfüllen, mit einem Bußgeld von 250 Euro belegen.
Entsprechende Pläne bestätigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur, nachdem der „Spiegel“ darüber berichtet hatte. Der neue Wehrdienst der Bundeswehr wurde zum Jahreswechsel eingeführt.
Seit Mitte Januar bis zum 24. April wurden 194.000 Männer und Frauen angeschrieben, die gerade 18 geworden sind. Sie erhielten einen QR-Code, der zu einem Online-Fragebogen führt. Die Männer müssen ihn ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Die Bundeswehr will so Motivation und Eignung für den Dienst in den Streitkräften ermitteln.
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Bericht: 86 Prozent haben innerhalb von vier Wochen geantwortet
Nach Informationen des „Spiegel“ haben bisher 86 Prozent der angeschriebenen Männer den Fragebogen innerhalb der ersten Frist von vier Wochen nach Erhalt beantwortet. Weitere fünf Prozent hätten den Bogen nach einer ersten Mahnung ausgefüllt.
Wenn der Fragebogen zwei Wochen nach der zweiten Mahnung nicht ausgefüllt wird, kann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden, das zur Verhängung eines Bußgelds führen kann. „Nach den aktuellen hausinternen Planungen ist ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro vorgesehen“, sagte die Ministeriumssprecherin der dpa.
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24 Musterungszentren festgelegt – Bielefeld wird Standort
Das Verteidigungsministerium hat am 7. Mai auch die Standorte für die 24 Musterungszentren festgelegt, in denen junge Leute ab Mitte 2027 auf körperliche, psychische und intellektuelle Eignung für die Bundeswehr untersucht werden sollen. An 16 bereits bestehenden Standorten der Bundeswehr sollen solche Zentren außerhalb der Liegenschaften der Streitkräfte eingerichtet werden: in Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.
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Darüber hinaus sollen acht weitere Musterungszentren entstehen: neben Bielefeld auch in Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg. Bielefeld erhält damit eines von drei zukünftigen Musterungszentren in NRW. Was die Entscheidung für die Zukunft der Bielefelder Kasernenpläne bedeutet und wo das Musterungszentrum entstehen beziehungsweise einziehen soll, ist noch nicht bekannt.
Arbeitsplätze: 50 zivile Dienstposten pro Standort entstehen
Das erste Zentrum soll nach Angaben des Ministeriums voraussichtlich noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Wie die Bundeswehr mitteilt, werden pro Musterungszentrum rund 50 zivile Dienstposten geschaffen. Insgesamt erhöht sich mit dem Aufbau der Musterungszentren die Anzahl der Standorte der Bundeswehr in Deutschland auf 288. Die gesamte Musterungsorganisation solle bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein.
Auf ihrer Webseite erklärt die Bundeswehr ihre Auswahl wie folgt: „Um für die Standorte der Musterungszentren Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem potenziell großen Bewerberaufkommen auszuwählen, wurden aktuelle Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. Außerdem folgen die Entscheidungen den Grundprinzipien jeder Stationierung: Funktionalität, Kosten, Attraktivität und Präsenz in der Fläche. Maßgebend waren die funktionalen Anforderungen sowie die zeitliche Realisierbarkeit.“
In 14 Bundesländern werde die Bundeswehr für die neuen Zentren externe Objekte anmieten, heißt es weiter.
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