Vereinigte Staaten verlieren weltweit AnsehenUmfrage: Image der USA fällt hinter Russland zurück Reise-USA-Vereinigte-Staaten-von-Nordamerika-Amerika-New-York-Wahrzeichen-Freiheitsstatue-Statue-of-Liberty-Symbol-Stimmung-Wolken-Himmel-Liberty-Island-Flagge-Fahne-Sternbanner-Foto-Franz-Neumayr-29-8(Foto: picture alliance / Franz Neumayr / picturedesk.com)TeilenFolgen auf:whatsappwhatsapp

Das weltweite Ansehen der USA hat sich einer Umfrage zufolge das zweite Jahr in Folge verschlechtert und liegt laut der Stiftung Alliance of Democracies nun hinter Russland.

Demnach fiel die Wahrnehmung der USA in dem sogenannten Democracy Perception Index auf minus 16 Prozent von plus 22 Prozent vor zwei Jahren, wie die in Dänemark ansässige Stiftung am Freitag bekanntgab. Russland liegt bei minus elf, China bei plus sieben Prozent. Zudem wurden die USA nach Russland und Israel am dritthäufigsten als größte Bedrohung für die Welt genannt.

Der rasante Rückgang des US-Ansehens sei traurig, jedoch nicht schockierend, sagte der Gründer der Stiftung und ehemalige Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. „Die US-Außenpolitik der vergangenen 18 Monate hat unter anderem die transatlantischen Beziehungen infrage gestellt, weitreichende Zölle verhängt und damit gedroht, in das Gebiet eines Nato-Verbündeten einzumarschieren“, erklärte der Däne weiter. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt gedroht, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen, das zum Nato-Mitglied Dänemark gehört.

Ein weiterer Grund für die Spannungen ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran sowie der daraus resultierende Anstieg der Ölpreise. Nachdem europäische Länder es abgelehnt hatten, ihre Marine zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden, hatte Trump im April erwogen, aus der Nato auszutreten.

Die Erhebung des Instituts Nira Data basiert auf den Antworten von mehr als 94.000 Menschen in 98 Ländern. Die Wahrnehmung einzelner Länder auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 Prozent basiert auf den Antworten von 46.600 Personen in 85 Ländern. Die genauen Kriteren der Umfrage wurden nicht bekannt. Die Stiftung erklärt, dass ihr Ziel die Verteidigung demokratischer Werte sei. Der Bericht wurde im Vorfeld des Kopenhagener Demokratiegipfels veröffentlicht, der am 12. Mai stattfindet. 

Quelle: ntv.de, rts