
Stand: 08.05.2026 09:31 Uhr
Am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus demonstrieren heute in ganz Niedersachsen Schülerinnen und Schüler gegen eine befürchtete Rückkehr der Wehrpflicht.
Unter dem Motto „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ ruft die „Initiative Friedenskooperative“ zu Protestaktionen auf. Hintergrund ist die Sorge, dass aus dem derzeit freiwilligen Wehrdienst langfristig wieder eine verpflichtende Regelung werden könnte. In diesen Städten wird heute vom späten Vormittag bis in den Nachmittag demonstriert.
- Hannover
- Braunschweig
- Oldenburg
- Osnabrück
- Lüneburg
- Göttingen
- Hildesheim
- Celle
- Wilhelmshaven
- Uelzen
- Lüchow
Unterschriftensammlung mit Postkarten
Bis zum 15. Mai, dem Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, wollen die Initiatoren nach eigenen Angaben 4.000 Unterschriften sammeln. Diese sollen dann als Postkarten an Bundestagsabgeordnete verschickt werden. Die Initiative kritisiert den vom Bundestag beschlossenen neuen Wehrdienst als möglichen Einstieg in eine spätere Wehrpflicht. Eine allgemeine Wehrpflicht gibt es derzeit in Deutschland nicht. Das Bundesverteidigungsministerium hat am Donnerstag mitgeteilt, dass bundesweit bis Juli 2027 an 24 Orten sogenannte Musterungszentren entstehen sollen – zwei davon in Niedersachsen.

Die Zentren kommen nach Oldenburg und Braunschweig. An den Standorten sollen künftig Bewerber für den Wehrdienst geprüft werden.

In 17 Städten und Gemeinden sind vor allem Schüler gegen die Wehrpflicht und das neue Wehrdienstmodell auf die Straße gegangen.

Bundesweit sind am Donnerstag Schüler auf die Straße gegangen, um gegen das neue Wehrdienstmodell zu protestieren.

Bundesweit haben Schüler den Unterricht ausfallen lassen. Grund ist das vom Bundestag beschlossene Wehrdienstgesetz.