CHIPDaniel Nusser CHIP08.05.202610:16

Googles erstes neues Fitbit-Modell seit Jahren ist gleich eine Besonderheit: Das Fitbit Air misst mit den Sensoren am Handgelenk die Körperfunktionen – hat aber kein Display.

Neben den großen Smartwatches und den kleineren Fitness-Trackern etabliert sich langsam eine neue Klasse von Begleitern am Handgelenk: Fitness-Armbänder ohne Display. Das Fitbit Air ist nicht das erste dieser Art – unter anderem gibt es den Fitness-Tracker von Whoop –, aber Google könnte die Geräte salonfähig machen. Wie bei den smarten Fitness-Ringen gibt es kein Display und keine Tasten für die Steuerung. Das geschieht alles in der Smartphone-App.

Das Fitbit Air kann ab sofort in vier Farben für rund 100 Euro vorbestellt werden. Geliefert wird das Fitness-Armband voraussichtlich Mitte Juni 2026. Enthalten im Kaufpreis ist ein dreimonatiges Probeabo für Google Health Premium, das aber für den Betrieb nicht zwingend nötig ist. Wer nur die Grundfunktionen nutzen möchte, steuert das Fitbit Air ohne Abo mit der Google-Health-App, die aus der alten Fitbit-App hervorgegangen ist. Wer bis Ende Mai vorbestellt, bekommt außerdem ein Google-Store-Guthaben in Höhe von 45 Euro dazu.

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Der Sensor des Fitbit Air sammelt alle Körperdaten wie ein klassischer Fitness-Tracker, also Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenzvariabilität, Schlafphasen und mehr. Laut Google werden Fitnessaktivitäten wie Laufen zudem automatisch erkannt.

In einem Produktfoto ist das Fitbit Air zu sehen. An der Unterseite sitzt weiterhin ein Sensor, aber an der Oberseite gibt es kein Display. Google Der unauffällige Begleiter am Handgelenk

Beim Blick auf das Handgelenk gibt es außer dem leichten Textilarmband mit Edelstahlschnalle aber nichts zu sehen. Das Fehlen des Displays soll für weniger Ablenkung und mehr Leichtigkeit sorgen.

Alles Weitere geschieht in der Smartphone-App: Dort werden die Körperdaten angezeigt und Sie können manuell Sport-Aktivitäten starten. Außerdem gibt es den Google-Health-Coach mit KI-Analyse. Die Laufzeit des Armbands liegt laut Google bei 7 Tagen. So lange werden auch die Aufzeichnungen intern gespeichert und können an die App übertragen werden. Die Verbindung erfolgt mittels Bluetooth 5.0 und der Tracker ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel.

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Ähnlich wie bei einfacheren Fitness-Trackern mit Display fehlen auch dem Fitbit Air einige Features: Das Armband hat keinen eigenen GPS-Sensor und fertigt kein EKG an. Es kann durch Vibrationssignale auf sich aufmerksam machen, in der Regel sitzt das Wearable aber einfach nur still am Handgelenk und sammelt Daten. Die Vorteile sind ähnlich wie bei den Smart Rings: Das kompakte Armband stört beispielsweise beim Schlafen weniger und es ist unauffälliger.

Wir werden das Fitbit Air im CHIP-Testcenter prüfen. Alternativen mit Display finden Sie derweil in unserem Test der Fitness-Tracker.