Beamte der Bundespolizei konnten einen mutmaßlichen Taschendieb festnehmen, nachdem im Düsseldorfer Hauptbahnhof ein Reisender bestohlen worden war.
Gegen Mittag beobachteten die Zivilfahnder den Mann auf den Bahnsteig der Gleise 17 und 18, wie er gezielt nach möglichen Opfern Ausschau hielt. Nach einem Bahnsteigwechsel positionierte er sich hinter einem 55-jährigen Reisenden, der gerade in den ICE517 in Richtung München einsteigen wollte. Unter dem Schutz eines über den Arm gelegten Schals griff der Tatverdächtige unbemerkt in die Tasche des Mannes.
Unmittelbar nach der Tat flüchtete der 50-Jährige durch den Nordtunnel des Hauptbahnhofs. Die Videoüberwachung lokalisierte ihn dann erneut auf dem Bahnsteig an den Gleisen 17 und 18, wo er einen ICE in Richtung Hamburg bestieg.
In Zusammenarbeit mit einer Streife im Duisburger Hauptbahnhof konnte er kurz nach der Ankunft des Zuges dort gestellt werden. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten 935 Euro Bargeld bei ihm. Das gestohlene Mobiltelefon tauchte kurze Zeit später in einer Bäckerei im Duisburger Hauptbahnhof auf, dort hatte der Tatverdächtige es offenbar versteckt. Eine Zeugin fand es und übergab es.
Das Opfer erstattete auf der Wache in Düsseldorf Anzeige. Es gab an, dass sich in der Handyhülle neben dem Mobiltelefon auch persönliche Dokumente sowie rund 1500 Euro Bargeld befunden hatten. Gegen den polizeibekannten Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein beschleunigtes Verfahren eingeleitet. Er wurde in Polizeigewahrsam in Düsseldorf gebracht und sollte noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.