Stuttgart. Der VfB Stuttgart steht am Samstag (09.05.) vor dem ersten von noch zwei verbleibenden Bundesliga-Endspielen: Gegen Bayer Leverkusen geht es im Heimspiel (15.30 Uhr/ Sky) um nicht weniger als die Champions League. Leverkusen steht aktuell mit 58 Punkten auf Rang vier, der VfB und Hoffenheim mit der gleichen Punkteanzahl auf den Plätzen fünf und sechs. Da klar ist, dass der fünfte Bundesligaplatz nicht für die Königsklasse reicht, müssen die Schwaben Vierter werden – und Bayer Leverkusen schlagen. Wir erklären, warum die Ausgangslage vor dem 33. Spieltag für den VfB Stuttgart knifflig ist.
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VfB Stuttgart: Die Szenarien für die Champions League
Eigentlich hat der VfB Stuttgart im Schlussspurt noch drei Endspiele vor der Brust: gegen Leverkusen und Frankfurt (16.05.) in der Bundesliga, dann im Pokal-Endspiel am 23. Mai gegen den FC Bayern München. Doch bevor es in Berlin um die Titelverteidigung geht, kämpfen die Schwaben in der Liga noch um die Champions League. Die Rechnung ist ganz einfach: Gewinnt der VfB gegen Leverkusen und in Frankfurt, ist Platz vier und die Teilnahme an der Königsklasse quasi sicher. Einzig die TSG Hoffenheim (ebenfalls 58 Punkte) könnte den Stuttgartern noch einen Strich durch die Rechnung machen: Die Kraichgauer müssten dafür aber beide Spiele gewinnen und dazu noch vier Tore aufholen.
Verliert der VfB gegen Leverkusen, wäre die Champions League futsch. Außer, die Bayer-Elf verliert am letzten Spieltag gegen Hamburg und der VfB holt mit einem Sieg in Frankfurt das aktuell um drei Tore schlechtere Torverhältnis auf. Aber dann wäre da ja auch noch Hoffenheim: Mit Bremen und Gladbach hat die TSG das leichteste Restprogramm. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Hoffenheimer noch sechs Punkte holen. In diesem Fall wäre der VfB sogar mit einem Unentschieden gegen Leverkusen raus aus dem Kampf um die Champions League – und die TSG Hoffenheim würde nächste Saison in der Königsklasse spielen.
Trainer Hoeneß wird nach 3:3 gegen Hoffenheim lauter
Fakt ist also: Der VfB Stuttgart muss gegen Leverkusen gewinnen, um das große CL-Ziel zu erreichen. Damit das klappt, wurde Sebastian Hoeneß in der Trainingswoche mit Blick auf das schwache 3:3 in Hoffenheim lauter. Seine Ansprache an die Mannschaft nach dem „Warnschuss“ in Sinsheim sei „deutlich und hörbar“ gewesen, so der Trainer. „Ab Dienstag war der Blick dann aber nach vorne gerichtet. Ich habe eine energetische Trainingswoche erlebt“, sagte Hoeneß auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.
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Allen beim VfB Stuttgart sei klar, was gegen Leverkusen auf dem Spiel steht. „Es ging für uns darum, dass wir für das Spiel bereit sind – und das kam an. Die Antennen sind oben, die Spannung ist spürbar“, so der Coach. Hoeneß ist auch klar, dass es zwei Siege braucht, um am Ende in die Königsklasse zu kommen: „Ich denke, wir brauchen 64 Punkte. Dann wissen wir sicher, dass es für die Champions League reicht.“
Hoeneß zum Kampf um die CL: „Es bleibt bis zum Schluss eng“
Bitter für den VfB ist, dass in dieser Saison wohl eine Rekord-Punktzahl braucht, um in die Königsklasse einzuziehen. Aktuell stehen die drei Konkurrenten bei 58 Punkten. Sollten am Ende wirklich 64 Punkte für die CL nötig sein, wäre das die höchste Punktezahl seit der Saison 2019/20: Borussia Mönchengladbach zog damals mit 65 Punkten in die Königsklasse ein, es hätten auch 64 Zähler gereicht. In der vergangenen Saison etwa reichten 56 Punkte für die Champions League. Daher weiß auch Sebastian Hoeneß: „Es bleibt bis zum Schluss eng.“ Trotzdem will der VfB-Trainer der aktuellen Situation etwas Positives abgewinnen: „Wir hätten alle vor zehn Monaten unterschrieben, dass wir zwei Spieltage vor Schluss alles in der eigenen Hand haben.“
So könnte der VfB Stuttgart gegen Leverkusen spielen:
Nübel – Mittelstädt, Hendriks, Chabot, Assignon – Stiller, Chema – Führich, Undav, Demirovic, Leweling

