An diesem Sonnabend, 9. Mai, gibt es eine besondere Premiere in Berlin. Dann findet in Johannisthal der „Markt der Begegnungen“ statt. Dieser Markt zeigt eindrucksvoll, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Jahrelang hatte es Bemühungen gegeben, den früheren Wochenmarkt neben dem Rathaus wiederzubeleben. Zahlreiche Politiker setzen sich dafür ein, forderten den Bezirk Treptow-Köpenick zum Handeln auf.
Berlin-Johannisthal: Ehrenamtliches Engagement macht neuen Markt möglich
Lange suchte das Bezirksamt nach einem interessierten Betreiber und fand ihn schließlich in Bernd Gellesch. Ein Vertrag war bereits unterzeichnet. Dann aber meldeten sich einfach zu wenige Händler. Gellesch sprach später davon, dass der Standort „verbrannt“ sei. Der Vertrag wurde wieder aufgelöst. Doch die Menschen im Kiez wollten sich davon nicht unterkriegen lassen. Stattdessen organisierten sie sich. Über Monate verabredeten sie sich immer wieder zu Treffen. Bis ins kleinste Detail planten sie alles, mussten zahlreiche bürokratische Hürden überwinden.
Dabei bekamen sie auch Unterstützung durch Spenden von verschiedenen Seiten, denn die Organisation eines solchen Marktes kostet einiges. Versicherung, Gebühren, Aufwandsentschädigungen für Helfer, der Einkauf von Material wie Pavillons, Bierzeltgarnituren und vieles mehr – das alles geht ordentlich ins Geld.
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Man kann nur die Daumen drücken, dass sich dieser ganze Aufwand auch wirklich lohnt. Eine langfristige Perspektive scheint aber möglich. Läuft der „Markt der Begegnungen“, der zunächst einmal im Monat stattfindet, gut, könnte er 2027 auch in einen Wochenmarkt überführt werden. Dann hätten sich die Bürger einen langgehegten Wunsch selbst erfüllt.