Seine Weichen hat der Gemeinderat Münster in der konstituierenden Sitzung für die sechsjährige Amtszeit einvernehmlich gestellt. Intensiv hatten Bürgermeister Jürgen Raab, die sechs wieder- und die sechs neu gewählten Ratsmitglieder die erste Sitzung vorbereitet.
Bei der Stellvertretung sei es in Münster fast schon „Tradition“, dass die Gemeinderäte mit der höchsten Stimmenzahl von jeder der zwei Listen gewählt werden, erinnerte Bürgermeister Raab. So wurde Christian Oßwald (CSU) mit allen zwölf Stimmen zum Zweiten Bürgermeister bestellt; mit 24 Jahren im kommunalen Ehrenamt ist er auch dienstältestes Mitglied.
Bei der Liste Freie Wählergemeinschaft/Freier Bürgerblock (FWG/FBB) verzichtete Moritz Freiherr von Schnurbein als Neuling auf eine Kandidatur, so dass Leonhard Krabler für den Dritten Bürgermeister vorgeschlagen und mit elf Stimmen (eine ungültig) gewählt wurde. Er ist seit 18 Jahren Gemeinderat und hatte auf seiner Liste die zweitmeisten Stimmen auf sich vereinigt.
Bürgermeister Raab wünscht sich konstruktive Zusammenarbeit
Offene Kommunikation und konstruktive Zusammenarbeit wünschte sich Bürgermeister Raab eingangs für eine erfolgreiche Amtszeit. Der Investitionsbedarf der nächsten Jahre sei weiterhin hoch – und das bei enger werdenden finanziellen Spielräumen. Als neue Gemeinderäte vereidigte er Christian Lichtenstern, Maximilian Hugl (beide CSU), Moritz Freiherr von Schnurbein, Christoph Braun und Manfred Hihn (alle FWG/FBB). Carolin Krabler (FWG/FBB) fehlte entschuldigt und wird in der Sitzung vom 28. Mai vereidigt.

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Das neue Bürgermeister-Trio, von links: Leonhard Krabler, Jürgen Raab und Christian Oßwald. KODAK Digital Still Camera
Foto: Adalbert Riehl
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Das neue Bürgermeister-Trio, von links: Leonhard Krabler, Jürgen Raab und Christian Oßwald. KODAK Digital Still Camera
Foto: Adalbert Riehl
Durchwegs einstimmig wurden die Delegierten samt Stellvertretern für die verschiedenen Körperschaften bestellt, in denen Münster vertreten ist. Neben Bürgermeister Raab, der Kraft Amtes stets die Gemeinde vertritt, sind dies Christian Lichtenstern und Leonhard Krabler (Verwaltungsgemeinschaft), Philipp Fetsch, Christoph Braun und Maximilian Hugl (Wasserzweckverband Thierhaupten) sowie Manfred Hihn (Schulverband Holzheim).
Das sind die Ausschüsse und ihre Referenten
Beibehalten wird der Rechnungsprüfungsausschuss, dem Armin Bischofberger (Vorsitzender), Stefan Spies (Stellvertreter), Carolin Krabler und Gerd Steppich angehören. Auf den vorberatenden Bauausschuss verzichtet der Gemeinderat künftig. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass man vieles im Gremium nochmals ausführlich diskutierte hat“, war zu hören. Mit acht Referaten – davon zwei sogar dreifach besetzt – sollen sich die Gemeinderäte intensiv in die kommunale Arbeit einbringen.
Eingerichtet wurden die Fachgebiete Kindertagesstätten (von Schnurbein, Carolin Krabler), Jugend und Vereine/Ehrenamt (Carolin Krabler, Hihn, Lichtenstern), Abwasserbeseitigung (Steppich, Leonhard Krabler), Feuerwehr und öffentliche Sicherheit (Braun, Hugl), Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Oßwald, Spies), Familie, Senioren und Soziales (Oßwald, Leonhard Krabler), Forst- und Landwirtschaft, Wegebau (Hugl, Steppich, von Schnurbein) sowie Natur und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energie (Bischofberger, Fetsch).
Bei der intensiv besprochenen Geschäftsordnung übernahm man die Empfehlungen des Gemeindetages wie beispielsweise das Limit von 10.000 Euro für Verfügung des Bürgermeisters über planmäßige Haushaltsmittel. Die Fraktionen stehen zwar „pro forma“ auch in diesem Regelwerk, der neue Gemeinderat mit jeweils sechs Vertretern von CSU und FWG/FBB wird sie nicht bilden. Erkennbar war dies schon zu Sitzungsbeginn, denn es gibt keine Sitzordnung nach Blöcken.
Die Einigkeit zog sich bis zum letzten Tagesordnungspunkt durch: von 30 auf 35 Euro wurde das Sitzungsgeld erhöht. Damit liege man im Bereich vergleichbarer Kommunen, konstatierte Bürgermeister Raab.