Das neue MacBook Neo ist für Apple ein voller Erfolg – und genau das wird nun zum Problem.

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Für sein günstigstes neues MacBook fehlen Apple plötzlich die passenden „Abfall“-Chips aus der iPhone-Produktion.

MacBook Neo ist zu beliebt

Die Nachfrage nach dem günstigen Einsteiger-Notebook ist derart hoch, dass sie selbst die optimistischsten internen Prognosen des Konzerns übertrifft. Die Folge sind erhebliche Lieferengpässe, die aktuelle Wartezeit für Käufer in Deutschland beträgt bereits rund vier Wochen.

Um der riesigen Nachfrage nach dem MacBook Neo Herr zu werden, soll Apple seine Fertiger Quanta und Foxconn bereits auf eine Verdopplung der Produktion vorbereiten. Statt der ursprünglich geplanten fünf bis sechs Millionen Geräte sollen nun zehn Millionen Einheiten vom Band laufen.

Das stellt die Lieferanten vor eine Herausforderung, da ihre Kapazitäten durch den anhaltenden KI-Boom ohnehin schon stark ausgelastet sind. Doch die größte Hürde liegt bei Apple selbst und betrifft das Herzstück des Notebooks.

Ein cleverer Chip-Trick wird zur Kostenfalle

Für das MacBook Neo verfolgte Apple eine besonders effiziente Strategie: Das Gerät wird vom A18 Pro angetrieben, dem Chip aus dem iPhone 16 Pro. Allerdings kommen hier nur jene Chips zum Einsatz, bei denen einer der sechs Grafik-Kerne nicht voll funktionsfähig ist. Diese „Abfallprodukte“ aus der iPhone-Chip-Produktion sind für Apple praktisch kostenlos und senken die Herstellungskosten des Notebooks erheblich.

Durch den unerwarteten Erfolg des Neo benötigt Apple nun aber viel mehr dieser teildefekten Chips, als verfügbar sind. Der Herstellungsprozess bei TSMC ist mittlerweile so ausgereift, dass deutlich weniger Ausschuss anfällt. Apple steht daher vor der Entscheidung, für die weitere Produktion teurere, voll funktionsfähige A18-Pro-Chips einzukaufen und einen Grafikkern per Software zu deaktivieren. Dies würde die Kosten pro Gerät spürbar erhöhen (Quelle: Culpium).

Es wird bereits darüber spekuliert, wie der Konzern diese zusätzlichen Kosten auffangen könnte. Eine Möglichkeit wäre, das günstigste Modell mit 256 GB Speicher auslaufen zu lassen und nur noch die teurere 512-GB-Variante anzubieten, deren höhere Marge die Chip-Kosten besser kompensieren kann. Für euch könnte der Einstieg in Apples Laptop-Welt also bald teurer werden. Bei anderen Macs hat Apple den Stecker schon gezogen.