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Der bittere Sofa-Abstieg der Basketball Löwen Braunschweig. Weil Konkurrent Science City Jena am Donnerstag nach Verlängerung gegen die MLP Academics Heidelberg mit 81:79 gewann, war das Schicksal besiegelt. Nach 31 Jahren in der Easycredit BBL muss der Klub von NBA-Star Dennis Schröder (32/Cleveland Cavaliers) runter in die zweite Liga – egal, wie die letzten beiden Partien Freitag in Oldenburg (20 Uhr) und Sonntag zu Hause gegen die Niners Chemnitz (16.30 Uhr, beide live bei Dyn) ausgehen.

Foto: Dyn

Am Tag danach wandte sich Geschäftsführer Nils Mittmann darum in einem offenen Brief an die enttäuschten Fans. „Wir haben es in dieser Saison nicht geschafft, die notwendige Konstanz und Leistungsfähigkeit auf das Feld zu bringen. Dafür tragen wir als Klub die Verantwortung“, schrieb der Ex-Profi und bat die Anhänger für die letzten zwei Partien um Unterstützung. „Wir wollen in diesen Spielen zeigen, wofür wir als Mannschaft und Klub stehen.“

Dann kündigte er an: „Im Anschluss werden wir die Saison weiter schonungslos analysieren und die notwendigen Entscheidungen treffen, um diesen Klub sportlich bestmöglich aufzustellen und auf unserer bestehenden Struktur weiter aufzubauen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen zurückkommen – mit einer Mannschaft, die unseren sportlichen Ansprüchen gerecht wird, und einem Klub, der dafür die richtigen Rahmenbedingungen schafft.“

Nach Sofa-Abstieg aus der BBL: Ausverkauf Löwen Braunschweig hat schon begonnen

Doch ganz offensichtlich wollen nicht alle diesen Weg mitgehen …

Laut Transfer-Insider Rupert Fabig („Hamburger Abendblatt“) hat der Ausverkauf an der Oker begonnen. Demnach hat ausgerechnet Kapitän Ferdinand Zylka (28) schon einen neuen Verein gefunden. Laut Fabig ist sich der gebürtige Berliner mit Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets über einen Wechsel einig – obwohl sein Vertrag in Braunschweig noch bis 2028 läuft.

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Quelle: Dyn07.05.2026

Offiziell Vertrag für die kommende Saison haben auch David NGuessan (25), Chip Flanigan (30), Benjamin Schröder (22), Joshua Obiesie (25) und Luka Scuka (23). Über die Frage, ob diese Verträge auch in der zweiten Liga gelten, gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen. Mittmann erläuterte seine Sichtweise diese Woche im Podcast „Talkin‘ Basketball“ mit Stefan Koch und Olli Dütschke: „Nach Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten und Juristen haben diese Verträge eine ligaunabhängige Gültigkeit. Das ist unsere rechtliche Auffassung.“

Das Brisante daran: Zylka wird von der Spielerberater-Agentur „Golden Circle“ vertreten. Dahinter stecken Dennis Schröders Bruder Cheyassin Secka sowie Freund und Geschäftspartner Dia Soliman. Die stecken nun in einer schwierigen Lage, zwischen den Interessen ihres Klienten und denen des Klubs, bei dem der Welt- und Europameister als Hauptgesellschafter fungiert …