Neues Gesetz bereitet Sorge

Hunderte Schüler protestieren gegen Wehrpflicht

Aktualisiert am 08.05.2026 – 16:45 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Teilnehmerin mit einem Plakat mit der Aufschrift "Träume statt Traumata": Am Freitag wurde am Kröpcke gegen die Wehrpflicht demonstriert.Vergrößern des Bildes

Eine Teilnehmerin mit einem Plakat mit der Aufschrift „Träume statt Traumata“: Am Freitag wurde am Kröpcke gegen die Wehrpflicht demonstriert. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)

In mehreren niedersächsischen Städten gehen Schüler auf die Straße. Sie protestieren gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht.

Jugendliche und Erwachsene haben am Freitag in mehreren niedersächsischen Städten gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht demonstriert. Unter dem Motto „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ waren unter anderem Kundgebungen in Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück angekündigt.

In Hannover lief bis zum frühen Nachmittag noch eine Demonstration am Kröpcke. Nach Angaben der Polizei wurden im Vorfeld etwa 500 Teilnehmer erwartet. Tatsächlich nahmen nach Einschätzung der Polizei circa 400 vorwiegend jüngere Menschen teil. Besondere Vorkommnisse gab es demnach nicht, alles sei friedlich verlaufen.

Die bundesweiten Proteste fanden am 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs statt. Die Organisatoren begründeten die Aktionen mit der Sorge, dass aus dem neuen Wehrdienstgesetz langfristig wieder eine verpflichtende Regelung entstehen könnte.

Seit Januar gilt in Deutschland ein neues Wehrdienstgesetz. Eine allgemeine Wehrpflicht gibt es derzeit nicht. Sie wurde vor rund 15 Jahren ausgesetzt – aber nicht abgeschafft.