
Paul Magnier hat die 1. Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Beim Auftakt der Rundfahrt in Bulgarien setzte sich der Franzose im Sprint durch und eroberte damit das erste Rosa Trikot. Überschattet wurde das Finale durch einen Massensturz auf der Zielgeraden.
Zweiter wurde Tobias Lund Andresen, Dritter Ethan Vernon. Jonathan Milan, der als Topfavorit auf das erste Führungstrikot galt, musste sich mit Platz vier begnügen. Pascal Ackermann kam als bester Deutscher als Siebter ins Ziel, Maximilian Walscheid wurde Neunter.
Gut 600 Meter vor dem Ziel kam es im vorderen Feld zu einem Massensturz. Durch die am Boden liegenden Fahrer musste fast das komplette Peloton anhalten. Nur eine kleine Gruppe konnte vorne um den Sieg sprinten, mit dabei Ackermann und Walscheid.
Erster Grand-Tour-Sieg für Magnier
Für Magnier vom Team Soudal Quick-Step ist es der erste Etappensieg bei einer der drei großen Rundfahrten. „Ich bin so stolz auf das Team und meine Performance“, sagte der 22-Jährige im Sieger-Interview. Zu den letzten Metern sagte der Sprinter: „Es war ein ganz schön hektisches Finale, denn es war ein ziemlich einfacher Tag, so war jeder sehr frisch.“
Die 1. Etappe über 147 Kilometer von Nessebar nach Burgas war wie gemacht für eine Sprintankunft. Gerade einmal 500 Höhenmeter kamen beim flachen Kurs entlang der Schwarzmeer-Küste zusammen.
Ausreißer-Duo ohne Chance
Der Kampf um die Ausreißergruppe blieb daher aus. Lediglich der Italiener Manuele Tarozzi und der Spanier Diego Pablo Sevilla setzten sich gleich nach dem Start ab. Die beiden Profis vom Bardiani- und Polti-Team vertraten die Farben zweier kleinerer Teams, die mit einer Wildcard dabei sind. Dahinter kontrollierten die Sprinter-Teams mühelos das Rennen und gewährten den Ausreißern nicht viel mehr als zwei Minuten Vorsprung.
23 Kilometer vor dem Ziel stellte das Feld dann das Duo und die Sprinter-Teams brachten sich langsam für das Finale in Position. Wegen der lange breiten Straßen wurde es aber erst auf den letzten fünf Kilometern hektisch. Zuvor ging es im Feld für einen Grand-Tour-Auftakt ungewöhnlich ruhig zu.
Das Giro-Peloton auf dem Weg nach Burgas
Wellige Etappe am Samstag
Die 2. Etappe führt am Samstag über 221 km von Burgas nach Veliko Tarnovo. Die wellige Etappe wird den Profis mehr abverlangen als am Eröffnungstag. 2.600 Höhenmeter gilt es am zweiten Tag in Bulgarien zu überwinden. Elf Kilometer vor dem Ziel geht es dabei über einen knackigen, 3,9 Kilometer langen Anstieg. Auch die Zielgerade ist ansteigend.