Für die Brücke der B 173 in der Budapester Straße in Dresden gilt ab sofort eine Tonnagebegrenzung und eine Fahrbahneinschränkung. Nach Angaben der Stadtverwaltung Dresden habe das Brückenmonitoring Schäden angezeigt. Hintergrund ist die Verwendung von Spannstahl.
Einige Verdachtsbereiche wurden näher untersucht und Proben entnommen. An zwei Stellen im Bereich zwischen Ammonstraße und dem innerstädtischen Brückenende wurde dabei das typische Schadensbild eines versprödeten Spannstahls festgestellt. Ab sofort wird deshalb der Verkehr auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung reduziert. Zusätzlich gilt eine Tonnagebeschränkung von 7,5 Tonnen. Reise- und Linienbusse sind davon ausgenommen und dürfen die Brücke weiterhin nutzen. Für die Verkehrswege unter der Brücke bestehe keine Gefahr, teilte die Stadt mit.
Brücke wird verstärkt
Parallel zu den Verkehrsbeschränkungen soll der Bereich an den geschädigten Bauwerksteilen unterstützt und verstärkt werden. So soll die Brücke dauerhaft verstärkt werden mit dem Ziel, sie für einen Zeitraum von weiteren zehn Jahren zu erhalten. Dafür könnte die bisherige Asphaltschicht durch ultrahochfesten Beton ersetzt werden. Dieser übernimmt künftig die Funktion der Abdichtung, des Fahrbahnbelags sowie des statisch erforderlichen Ersatzes ausgefallener Bewehrung.
„Die nun entdeckten Schäden zeigen, wie richtig und wichtig es war, die Brücke Budapester Straße unter Dauerbeobachtung zu nehmen“, sagt Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften. „Wir werden das Bauwerk und seine Statik auch weiter intensiv und eng monitoren und alles unternehmen, damit die Brücke noch weitere zehn Jahre im Betrieb bleiben kann.“ Um dies sicherzustellen, seien die jetzt eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen notwendig.