Armee will wachsen
Bundeswehr plant Musterungszentrum in Nürnberg
Aktualisiert am 08.05.2026 – 14:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Rekurten der Bundeswehr (Archivbild): Die Armee will in Nürnberg aktiv werden. (Quelle: Bodo Schackow/dpa/dpa-bilder)
Die Bundeswehr bereitet die Rückkehr größerer Musterungen vor: Deutschlandweit sollen 24 neue Zentren entstehen – eines davon in Nürnberg.
Das Verteidigungsministerium hat Standorte für die 24 Musterungszentren festgelegt. Dort sollen junge Menschen ab Mitte 2027 auf körperliche, psychische und intellektuelle Eignung für die Bundeswehr untersucht werden – eines davon steht in Nürnberg. Ziel ist eine flächendeckende und effiziente Musterung im Zuge des neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes.
An 16 bereits bestehenden Standorten der Bundeswehr sollen solche Zentren außerhalb der bestehenden Standorte der Streitkräfte eingerichtet werden. Neben Nürnberg sind das Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.
Weitere Details zu dem neuen Zentrum in Nürnberg sind bislang nicht bekannt. Eine Anfrage der Nürnberger t-online-Redaktion zu den Zeitplänen und der Größe der Einrichtung ließ das Verteidigungsministerium bislang noch unbeantwortet.
Darüber hinaus sollen acht weitere Musterungszentren entstehen, drei davon in Bayern: in Kempten Regensburg und Würzburg. „Die Entscheidung für Würzburg ist ein starkes Signal für unsere Region“, kommentierte die Würzburger CSU-Bundestagsabgeordnete Hülya Düber. „Sie zeigt, dass unsere Stadt eine wichtige Rolle in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands spielt.“ Zudem bringe das neue Zentrum Arbeitsplätze und stärke die regionale Präsenz der Bundeswehr.
Weitere Zentren sollen in Offenburg, Bielefeld, Braunschweig, Dortmund und Jena entstehen. Das erste Zentrum soll nach Angaben des Ministeriums voraussichtlich noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen.
