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Uns auf Google folgenDer Betrieb ist auf die Herstellung von Stahlprodukten spezialisiert (Symbolbild).Der Betrieb ist auf die Herstellung von Stahlprodukten spezialisiert (Symbolbild). © IMAGO / photothek

Für den traditionsreichen Stahlhersteller Eberle wurde eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die rund 250 Beschäftigten sollen vorerst weiterarbeiten.

Augsburg – Der traditionsreiche Stahlhersteller J.N. Eberle & Cie. GmbH aus Augsburg hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Augsburg ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte den Rechtsanwalt Georg Jakob Stemshorn zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Traditionsunternehmen aus Augsburg meldet Insolvenz an

Wie die Kanzlei Pluta in einer offiziellen Mitteilung berichtet, läuft der Geschäftsbetrieb derzeit ohne Einschränkungen weiter. Aufträge würden wie gewohnt bearbeitet, auch die rund 250 Mitarbeiter seien weiterhin im Einsatz. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate gesichert.

Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit gemeinsam mit seinem Team die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie mögliche Sanierungslösungen. In den kommenden Wochen soll zudem ein Investorenprozess gestartet werden, um neues Kapital zu gewinnen. Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen unter anderem schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, hohe Energiepreise, geopolitische Krisen und eine schwächere Nachfrage.

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Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1836 zurück. Eberle ist auf die Herstellung von Stahlprodukten spezialisiert, darunter Präzisionsbandstahl, Bandsägen und Bimetall-Produkte.

Auch die börsennotierte Muttergesellschaft Greiffenberger AG hat Insolvenzantrag gestellt. Die Holding selbst betreibt allerdings kein eigenes operatives Geschäft. Auch ein weiteres Traditionsunternehmen in Bayern meldete im Mai Insolvenz an. Die Gründe: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. (Quelle: Pluta), (leo)