24 Schülerinnen und Schüler der siebten und neunten Klassen des Allgäu-Gymnasiums waren vom 20. bis 27. März in der Ardèche in Frankreich. Ihr Programm war von den Französischlehrerinnen Alexandra Haas und Angelika Altenthan organisiert und durchgeführt worden.
„Am Anfang war ich ziemlich aufgeregt und hatte auch ein bisschen Angst, dass ich die Sprache nicht gut kann, aber das hat sich schnell geändert“. So wie diese Siebtklässlerin dachten wahrscheinlich einige der Schülerinnen und Schüler, die am Frankreichaustausch des Allgäu-Gymnasiums teilnahmen. Eine Woche in der Ardèche, vollgepackt mit einem üppigen Programm und einem Aufenthalt in einer bis dahin nur über WhatsApp bekannten Familie. Wie das wohl werden würde?
Nach einer 12-stündigen Busfahrt kamen die deutschen Austauschteilnehmer am Freitagabend in dem kleinen, südfranzösischen Städtchen Aubenas an. Es folgte ein Wochenende in den Gastfamilien, an dem einige – sehr unterschiedliche – Aktivitäten wie Reiten oder einfach die gemeinsame Erkundung der Stadt angesagt waren. „Es war richtig schön und wir haben viel gelacht, auch wenn wir uns manchmal nur mit Händen und Füßen verständigen konnten“ erzählte ein Mädchen.
Mancher Start verlief aber auch holprig, denn an fremdes Essen und eine komplett neue Umgebung in einem anderen Land muss man sich erstmal gewöhnen.
Das eigentliche Programm in der Gruppe begann dann am Montag mit der beeindruckenden Grotte Chauvet, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört und in der man unzählige, bis zu 30.000 Jahre alte Höhlenzeichnungen finden kann. Am folgenden Tag machten sich die französischen und deutschen Schüler und Schülerinnen auf zum weltberühmten Pont du Gard, einem dreistöckigen Aquädukt aus der Römerzeit. Nach einem kurzen Besuch des Museums und einem Picknick unter dem Pont fuhr man weiter durch die Camargue ans Meer.
Am Mittwoch durften die deutschen Austauschteilnehmer den Unterricht ihrer Korrespondenten besuchen: Französisch, Mathe und Geschichte standen unter anderem auf dem Stundenplan.
Der Besuch der Aven d’Orgnac, ein faszinierendes, 5 Kilometer langes Tropfsteinhöhlensystem, bildete den Abschluss der Aktivitäten in der Ardèche.
„Neue Eindrücke gesammelt, Abenteuer erlebt, Sprachkenntnisse erworben und neue Freunde gewonnen“, hätten sie erzählten die Jungs und Mädchen vom AG auf der Heimfahrt nach Deutschland und fanden, dass „die Woche schnell vorbei war“. Aber auf ein Wiedersehen mit ihren Austauschpartnern müssen sie nicht lange warten, denn Ende April steht der Gegenbesuch der Franzosen in Kempten an. Wie das wohl werden wird? (Alexandra Haas)