Es entwickelte sich von Beginn an eine Begegnung, bei der der Favorit in die Offensive ging und Aue sich zurückzog. Die Veilchen standen gut und gewannen viele Zweikämpfe. Da nützte den Gästen der ganze Ballbesitz nicht viel. Die Sachsen setzten auf schnelle Gegenstöße, einmal kam Guttau von rechts durch. Der dreifache Schütze vom 5:3 in Ingolstadt scheiterte mit zu zentralem Abschluss an Schlussmann Braune (21.).

Aue lässt lange nicht viel zu

Oft kam der MSV nicht durch. Bereits nach 35 Minuten schickte Trainer Hirsch einige seiner Ersatzspieler zum Warmmachen. Kurz vor der Pause besaß seine Elf dann die beiden bis dahin besten Gelegenheiten. Ausgerechnet der frühere Auer Zweitliga-Torjäger Krüger zog rechts auf und davon, er bediente Töpken in der Mitte, der Lord zu einer klasse Reaktion zwang (41.). Den folgenden Eckball setzte Bitter knapp links daneben.

In der zweiten Hälfte biss sich Duisburg mit seinem breit angelegten Spiel zunächst immer mehr die Zähne an Aue aus. Es gab viele Abschlüsse, aber zu selten wirklich gefährliche. Verteidiger Schlicke verfehlte den FCE-Kasten nach einer Ecke haarscharf (64.).

Wilde Schlussphase vor mehr als 10.000

Die Gastgeber selbst kamen nun auch immer wieder zu Halbchancen. Oft fehlte nur ein Tick. In der Schlussphase wurde es vor den mehr als 10.000 Zuschauern vogelwild. Duisburg probierte es unentwegt, Aue hielt mit Einsatz dagegen.

Torhüter Lord glänzt in der Schlussphase

Keeper Lord musste gegen Lobinger Kopf und Kragen riskieren (84.), beim Versuch des Ex-Zwickauers Coskun ins kurze Eck aufpassen (86.) und bei Jessens Flankenschuss die Kugel mit den Fingerspitzen drüber lenken (90.).

Aue lässt dreimal 1:0 liegen

In der Nachspielzeit hatte dann Aue gegen aufgerückte Duisburger gleich dreimal das Goldene Tor vor Augen: Ehlers (90.+6) und Bär (90.+7) scheiterten jeweils an Torwart Braune, Der freie Uhlmann fand in der Mitte Ehlers nicht (90.+7). Am Ende blieb es beim Remis: Zum Heim-Abschluss seiner 23-jährigen Profizeit sahen die FCE-Fans noch einmal viel vom Auer Kampfgeist. Und verabschiedeten ihr Team nach einer enttäuschenden Saison mit Applaus.