Offener Schlagabtausch in der Anfangsphase

Im letzten Heimspiel der Saison erwischten die Gastgeber zunächst den besseren Start. Burim Halili scheiterte bereits nach wenigen Minuten per Kopf an FCC-Keeper Marius Liesegang (3.). Auf der Gegenseite ließ Alexander Prokopenko die mögliche Führung liegen, als er frei auf HFC-Keeper Sven Müller zulief, den Ball aber neben den Pfosten setzte (6.). Beide Teams zeigten in dieser Phase, warum sie zu den gefährlichsten Offensiven der Liga gehören und boten den 11.447 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion eine unterhaltsame Partie.

Den ersten Wirkungstreffer der Partie setzte Jena: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Maxim Hessel war es Timon Burmeister, der von der Hallenser Defensive komplett übersehen wurde und Müller per Lupfer aus gut 15 Metern überwinden konnte (11.).

Die Partie blieb auch im Anschluss intensiv und temporeich. Halle versuchte früh zu pressen und die Gäste zu Fehlern zu zwingen, was allerdings nur bedingt klappte. Jena ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte sich nach vorne hin kaltschnäuzig. Kurz vor der Pause schlug es dann erneut im Kasten des HFC ein. Malik Talabidi eroberte den Ball in der eigenen Hälfte und leitete den Angriff selbst ein. Nach einem Sprint über 50 Meter hatte er noch das Auge für den mitgelaufenen Prokopenko, der durch die Beine seines Gegenspielers zum 2:0 vollendete (41.).

Halles Chancen auf ein Comeback schwinden nach Platzverweis

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich das Team von Robert Schröder um den Anschluss, blieb offensiv jedoch zu harmlos. Max Kulke aus der Distanz (56.) und Niclas Stierlins Dropkick über das Tor (72.) waren noch die vielversprechendsten Aktionen. Zudem wurde es auf dem Platz immer ruppiger und spätestens nach der Gelb-Roten Karte gegen Niklas Landgraf war die Hoffnung der Gastgeber auf eine Aufholjagd so gut wie dahin. Der Hallenser Kapitän, bereits im ersten Durchgang wegen eines taktischen Fouls verwarnt, stempelte Justin Schau im Mittelfeld unnötig hart und musste vorzeitig vom Platz (63.).

In Überzahl kontrollierte Jena die Partie souverän und hätte durch den eingewechselten Emeka Oduah sogar noch erhöhen können. Mehrfach scheiterte der Angreifer jedoch am starken Müller (71., 79., 90.). So blieb es beim unterm Strich verdienten Auswärtssieg der Thüringer, die damit im Meisterschaftsrennen vorlegen konnten und zumindest bis Sonntag von der Tabellenspitze grüßen.