Paderborn. Die Chancen des SC Paderborn auf den Bundesliga-Aufstieg sind am Freitagabend wohl weiter gesunken. So musste sich das Team von Trainer Ralf Kettemann in einem ziemlich wechselhaften Heimspiel gegen den Karlsruher SC vor 14.640 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena mit einem 2:2 (1:0) zufrieden geben. Der SCP kletterte damit zwar auf Rang drei, doch Hannover und Elversberg haben am Samstag und Sonntag die Chance zum Nachlegen.
„Wir haben einen Punkt. Wer weiß, was nun noch so passiert. Aber für den Moment tut es sehr, sehr weh. Es fühlt sich beschissen an“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Ralf Kettemann. Paderborns Chefcoach hatte ursprünglich nur eine Startelfänderung geplant. Nick Bätzner sollte Ruben Müller ersetzen. Doch dann wurde Kettemann noch zu einer kurzfristigen Umstellung gezwungen. Kapitän Felix Götze, der schon in den Tagen zuvor über Adduktorenprobleme geklagt hatte, signalisierte nach dem Aufwärmen, dass er passen muss. Für ihn spielte Mattes Hansen.
Es entwickelte sich eine erste Hälfte, in der Paderborn oftmals viel Zeit und Platz zum Kombinieren hatte. Karlsruhe machte relativ wenig Druck auf den Ball, verbuchte aber zwei, drei brandgefährliche Offensivaktionen. Die erste davon gab’s in Minute 13. Nach einem Ballverlust von Santiago Castaneda setzte der KSC zum Konter an. Shio Fukuda vernatzte Hansen und Brackelmann, scheiterte aber frei vor Dennis Seimen am Paderborner Torhüter.
Der SCP hatte durch Stefano Marino (9.) und Mika Baur (19.) seine ersten guten Torgelegenheiten, ehe in der 20. Minute die 1:0-Führung folgte. Castaneda und Bätzner zelebrierten einen doppelten Doppelpass. Erstgenannter kam zum Abschluss, KSC-Keeper Hans Christian Bernat parierte, doch Filip Bilbija stocherte den Abpraller über die Linie. Es war sein 15. Saisontreffer.
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SC Paderborn 07
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Bätzner vergibt freistehend vor dem KSC-Tor das 2:0
Karlsruhe hätte eine schnelle Antwort liefern können. Zunächst vergab Wanitzek (27.), dann behielt Seimen auch gegen KSC-Toptalent Ben Farhat die Oberhand (29.). Anschließend hätte der SCP mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen müssen. Mika Baur machte bei einem Solo alles richtig, verfehlte aber das Tor um Zentimeter (37.). In der 45. Minute vergab der völlig frei stehende Bätzner eine hundertprozentige Chance.
Paderborn ging unverändert in den zweiten Durchgang, beim KSC kam Müller für Kwon. Zunächst passierte wenig. Der SCP war um Spielkontrolle bemüht. Karlsruhe fehlte der Punch, so dass Trainer Christian Eichner nach knapp einer Stunde mit Schleusener und Pinto Pedrosa zwei weitere neue Kräfte brachte. Beim SCP durfte derweil Sven Michel für Bätzner ran (59.).
Die erste Chance in Hälfte ging aber aufs Konto von Marino, der mit einem Schlenzer nur knapp das Ziel verfehlte (60.). Vier Minuten später hatten die SCP-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch Bernat entschärfte mit einer sensationellen Parade ein Geschoss von Laurin Curda. Bilbija und Castaneda hatten dann Feierabend. Ruben Müller und Sebastian Klaas kamen ins Spiel (73.).
Paderborn verliert erst die Führung und dann die Kontrolle
Paderborn schien alles im Griff zu haben, verlor dann jedoch binnen weniger Minuten die Kontrolle. KSC-Joker Fabian Schleusener wurde von Förster per Zauberpass bedient und ließ Seimen keine Chance. Und es kam noch schlimmer für die geschockten Gastgeber. Karlsruhe hatte viel zu viel Platz zum Kontern. Fukuda sagte Danke und netzte zum 1:2 (79.) ein. „Da waren wir jeweils eiskalt im Abschluss. Für Paderborn muss sich das sicher grotesk angefühlt haben“, kommentierte KSC-Trainer Christian Eichner den Doppelschlag seiner Mannschaft.
SC Paderborn: Letztes Heimspiel der Saison 2025/26 gegen den Karlsruher SC
Doch in der 85. Minute hatten die zwischenzeitlich ziemlich konsternierten SCP-Fans Grund zum Jubeln. Klaas jagte den Ball nach einem weiten Curda-Einwurf und Scheller-Vorarbeit zum 2:2 in die Maschen. Paderborn machte nun komplett auf und drängte auf den Siegtreffer. Doch das ersehnte 3:2 sollte nicht mehr fallen. „Wir werden sehen, wofür dieser Punkt nun reicht“, erklärte SCP-Sportchef Sebastian Lange. Sein Team muss nun auf Patzer der Konkurrenz hoffen.
Sollte Elversberg am Sonntag in Düsseldorf gewinnen, wäre maximal noch Rang drei möglich. Falls Hannover am Samstag in Bochum verliert, hätte der SCP ebenjenen dritten Platz sogar in der eigenen Hand. Doch im finalen Saisonspiel beim heimstarken SV Darmstadt 98 wird wohl auf jeden Fall ein Sieg benötigt. Sonst bleibt am Ende nur Rang vier.
Alle SCP-Nachrichten im Überblick: Der News-Blog rund um den SC Paderborn
Der Liveticker zum Spiel des SC Paderborn gegen den Karlsruher SC zum Nachlesen:
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