15:02 Uhr | WHO meldet mehr als 3.000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen

Die WHO hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine mehr als 3.000 Attacken gegen Gesundheitseinrichtungen erfasst. Dabei seien 239 Menschen getötet und 983 weitere Menschen verletzt worden, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa am Freitag in Kopenhagen. Die WHO betonte den besonderen Schutz der Gesundheitseinrichtungen unter dem humanitären Völkerrecht und forderte ein Ende der Attacken. 9,2 Millionen Menschen in der Ukraine brauchen der WHO zufolge medizinische Hilfe.

12:48 Uhr | Ukraine erwartet US-Gesandte im Sommer

Die Ukraine erwartet nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Beginn des Sommers den Besuch von US-Gesandten in Kiew. Der Termin werde derzeit zwischen beiden Regierungen abgestimmt, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er hoffe, „dass wir dieses Mal das Geplante umsetzen und die Diplomatie neu beleben können“. Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten habe es zuletzt intensive Gespräche mit den Vereinigte Staaten gegeben. Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hält sich derzeit zu Gesprächen mit Steve Witkoff und Jared Kushner in Miami auf. (Quelle: Reuters)

12:37 Uhr | Kreml: Russland bereit zu Verhandlungen mit Europa

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben des Kremls zu Verhandlungen mit jedem bereit, auch mit den Europäern. Putin habe wiederholt seine Bereitschaft dazu betont, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei offen für einen Dialog mit Europa, werde diesen aber nicht von sich aus anstoßen. Die Zeitung „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, dass sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf etwaige Gespräche vorbereiten.

12:10 Uhr | Ex-Nato-Chef fordert neues europäisches Verteidigungsbündnis

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen fordert ein neues europäisches Verteidigungsbündnis. In einem Interview mit der „Welt“ sagte Rasmussen, Europa müsse sich angesichts des aus seiner Sicht drohenden Zerfalls der Nato stärker selbst verteidigen können. „Wir müssen auf eigenen Füßen stehen und unseren Kontinent selbst verteidigen können“, sagte er. Europa brauche dafür neue Verteidigungspläne und zusätzliche militärische Fähigkeiten. Rasmussen sprach sich zudem dafür aus, die Ukraine fest in eine neue europäische Sicherheitsarchitektur einzubinden. Die Ukraine entwickle schnell neue Waffen und Munition und werde als „Bollwerk gegen Russland“ gebraucht, sagte der frühere Nato-Chef. Rasmussen war von 2009 bis 2014 Generalsekretär der NATO und arbeitet heute als Berater. (Quelle: Reuters)

11:24 Uhr | Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone

In der Sperrzone um das einstige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist nach einem Drohnenabsturz ein großer Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer wütete am Freitag auf einer Fläche von rund 1100 Hektar, wie die örtlichen Behörden erklärten. Der Wind erschwere die Löscharbeiten. Die radioaktiven Strahlungswerte lägen „innerhalb der normalen Grenzen“. Die Drohne war den Angaben zufolge am Donnerstag in der Nähe des stillgelegten Atomkraftwerks abgestürzt, in dem es 1986 zur schlimmsten zivilen Nuklearkatastrophe der Geschichte gekommen war. (Quelle: AFP)