Schweigeminute für Opfer der Amokfahrt und den verstorbenen Eilenburger Stadionsprecher
Die Leipziger brachten mit Kay Seidemann einen frischen Mann im Vergleich zur 4:0-Gala von Meuselwitz. Er ersetzte den gesperrten Tim Kießling. Eilenburgs Trainer Karsten Oswald wechselt gleich vier Mal. Bevor die Partie begann, gab es eine Gedenkminute für die Opfer der Amokfahrt am vergangenen Montag in Leipzig und den vergangenes Wochenende verstorbenen Eilenburger Pressesprecher Martin Hoffmeier.
Chemie trifft doppelt – Eilenburg verkürzt vor der Pause
Chemie startete wuchtig, ging früh ins Pressing und führte bereits nach acht Minuten. Nils Lihsek zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern in den rechten Winkel. Die Gäste schwammen zeitweise bedenklich in der Abwehr. Seidemann und Marc Enke hatten den zweiten Treffer auf Fuß und Kopf. In einer Phase, als Eilenburg besser ins Spiel fand, traf wieder Chemie. Nach einer Eingabe von Phillipp Wendt legte Eilenburgs Adrian Jarosch unfreiwillig für Cyrill Akono auf, der aus 13 Metern einschob. Keeper Niclas Edelmann bekam den Hoppelball auch nicht zu fassen, so stand es 2:0. Die Gastgeber zogen sich in der Folge etwas zurück und die Gäste sendeten in der 43. Minute ein Lebenszeichen. Marcus Niemetz ging auf der rechten Seite in den Strafraum, zog aus spitzem Winkel ab. Leipzigs Julian Bell fälschte mit dem Fuß unhaltbar ab.
Packendes Spiel bis zum Schlusspfiff
Nach dem Wechsel wurde die Partie offener, weil Eilenburg nichts unversucht ließ, zum Ausgleich zu kommen. Moritz Kretzer hatte den in der 56. Minute sogar auf dem Fuß, verzog aber aus halblinker Position haarscharf. Die besseren Gelegenheiten gab es aber weiterhin auf Leipziger Seite. Aber Akono brachte freistehend den Ball ebenso nicht an Edelmann vorbei, wie Tim Hoops, der per Kopf die Latte traf. Als dann in der 74. Minute Ratifo nach einer leichten Berührung von Timo Mauer im Strafraum fiel und den fälligen Elfmeter ins rechte Eck zum 3:1 verwandelte, schien die Partie gelaufen. Doch Eilenburg gab weiter nicht auf, Corvin Kosak verkürzte kurz vor Schluss noch einmal. In der Nachspielzeit wurde es vogelwild und am Ende jubelten 5.000 Leutzscher Fans.
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