Er wirkt entspannt vor dem letzten Hauptrundenspiel seiner Basketballer. Ty Harrelson plauderte am Freitagmittag in der wöchentlichen Medienrunde auf gewohnt lockere Art mit den anwesenden Reportern, fragte sie nach ihrem Wunschkonkurrenten in den Bundesliga-Play-offs. Gegenfrage: Berlin, Bonn, Bamberg – wen hätte der Trainer von Ratiopharm Ulm denn am liebsten in der ersten Runde?
„Ich habe keinen Lieblingsgegner“, meinte Harrelson. Wohlwissend, dass man auf dem Weg zum Titel jedes der Top-Teams schlagen müsste. Das ist seinem Team im Lauf der Saison tatsächlich gegen alle Mannschaften aus den Top-6 der Tabelle schon mindestens einmal gelungen. „Aber es wird interessant, wie wir in einer ganzen Serie gegen diese Klubs aussehen“, sagt er.
Frankfurt hat seit Ende März kein Heimspiel mehr gewonnen
Noch ist es freilich nicht so weit. Zum Abschluss der Hauptrunde geht es am Sonntag (16.30 Uhr) zu den Skyliners nach Frankfurt. Die haben eine echte Horror-Saison hinter sich, sind als Tabellen-15. hinter den Erwartungen geblieben und haben zuletzt sechs Partien in Folge verloren. Der letzte Heimsieg gelang am 29. März gegen Rostock, die Runde ist längst gelaufen. Doch Harrelson weiß: „Genau das kann eine gefährliche Falle für uns werden. Wir müssen am Sonntag schon ein gutes Spiel machen. Es ist auch wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Play-offs zu gehen.“
Mit der Trainingswoche ist Ulm-Trainer Ty Harrelson zufrieden
Mit der Vorbereitung auf die Partie ist der Trainer jedenfalls zufrieden. „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns. Die Spieler wissen schon, worum es geht. Wir haben als Saisonziel die direkte Qualifikation für die Play-offs ausgegeben – und die können wir am Wochenende schaffen.“ Wie weit die Reise dann noch weitergeht, wird sich zeigen.