US-Präsident Donald Trump hat eine dreitägige Feuerpause im Krieg zwischen Russland und der Ukraine angekündigt. Diese soll seinen Angaben zufolge vom 9. bis zum 11. Mai gelten. Die Waffenruhe werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1.000 Gefangenen
jeder Seite umfassen, schrieb Trump in sozialen Netzwerken. Später teilte er mit, dass er sich eine Verlängerung des Waffenstillstands über die drei Tage hinaus wünscht. »Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs«, schrieb Trump.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und
dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Von den Vereinigten Staaten erwarte die Ukraine nun, dass sie auf die Einhaltung der Vereinbarungen durch Russland hinwirkten, schrieb Selenskyj auf dem Portal X. Der ukrainische Präsident ging nach eigenen Angaben vor allem wegen des
Gefangenenaustauschs auf Trumps Bitte ein: »Ein weiteres Argument für
die Ukraine bei der Festlegung unserer Position war stets die Lösung
eines der wichtigsten humanitären Probleme dieses Kriegs – nämlich die
Freilassung von Kriegsgefangenen.«

Russlands Vorstoß für Waffenruhe griff nicht

Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bestätigte laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Tass die Waffenruhe.
Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der
US-Führung zustande gekommen, sagte er. In Moskau soll an diesem Samstag die
traditionelle Militärparade anlässlich des Tag des Sieges auf dem Roten Platz stattfinden. Für die Feierlichkeiten galt bereits seit Freitag eine von Russland einseitig ausgerufene Waffenruhe. Beide Seiten meldeten jedoch weitere Angriffe. Die neue Waffenruhe soll seit Samstag 0 Uhr gelten.

© Lea Dohle

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Mit dem wichtigsten Nationalfeiertag des Landes ‌gedenkt Moskau
des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Während
die Parade einst dazu diente, Russlands gewaltige Militärmacht
samt Interkontinentalraketen zu demonstrieren, rollen in diesem
Jahr keine Panzer oder andere militärische Ausrüstung über den
Roten Platz. Dennoch marschieren Soldaten auf, Kampfflugzeuge
überfliegen den Kreml und Russlands Präsident Wladimir Putin wird ​eine Rede halten.

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