Hallo, Dafina. Das Stuttgarter Frühlingsfest ging dieses Jahr in seine 86. Auflage. Für was bist du eher zu haben: Riesenrad oder Boxauto?
Dafina: „Früher war ich öfters mit meiner Familie auf dem Cannstatter Wasen. Die Atmosphäre mit den ganzen bunten Lichtern war für uns Kids immer cool. Ich saß eher in den schnelleren Fahrgeschäften. (lacht) Boxauto und Freefall-Tower waren immer mein Ding – Treffpunkt war meistens beim ‚Breakdance‘.“
Seit Februar 2024 bist du beim VfB und hast nach deiner Knieverletzung lange auf dein Comeback hingearbeitet. Deine stets positive Art hast du nie verloren. Wie gehst du mit Rückschlägen um?
Dafina: „Es war eine schwierige Zeit – auch wenn man mir das nicht immer angemerkt hat. Ich konnte damit aber ganz gut umgehen, bin ein positiver Mensch und sehe es eher als ‚Challenge‘. Eine Art Treppe, die ich überwinden musste, um voranzukommen.“
Dein erstes Spiel für den VfB hast du im September 2024 absolviert – und direkt getroffen. Wie war es für dich, nach einer so langen Verletzungspause wieder auf dem Platz zu stehen?
Dafina: „Ich habe auf den Moment hingefiebert. Zu Leonie und Laureta habe ich auf der Ersatzbank gesagt: Wenn ich heute reinkomme, dann treffe ich. Ich war voller Elan und hatte es irgendwie im Gefühl. Es war zwar kein entscheidender Treffer (Anm. d. Red.: 10:0), aber einer meiner ersten Ballkontakte, mit dem ich das Tor erzielt habe. Es war besonders.“
Mittlerweile stehst du bei 19 Einsätzen, zehn Treffern und fünf Assists. Deinen Vertrag hast du vor wenigen Tagen bis 2028 verlängert. Wie hast du dich beim VfB in den letzten eineinhalb Jahren entwickelt?
Dafina: „Es bedeutet mir sehr viel, meinen Vertrag beim VfB um zwei weitere Jahre verlängert zu haben. Seit meiner Verletzung ist es aktuell meine längste Zeit, in der ich wieder auf dem Platz stehe. Ich habe keine Probleme mehr und nehme es für mich sehr positiv wahr. Unabhängig von Scorer-Punkten freue ich mich einfach riesig, wieder beschwerdefrei auf dem Platz stehen zu können. Ich möchte an meine bisher gezeigten Leistungen anknüpfen und mich kontinuierlich weiterentwickeln.“
Hast du dein Knie manchmal im Kopf, wenn du in den Zweikampf gehst?
Dafina: „Nein, gar nicht. Zu Beginn hatte ich noch Schmerzen, mittlerweile denke ich gar nicht mehr daran.“
Mit einem Treffer hast du dich auch ins Club-Geschichtsbuch eingetragen. Wie war es für dich, das erste Tor in der MHP Arena gegen den 1. FSV Mainz 05 vor der Cannstatter Kurve zu erzielen?
Dafina: „Der Moment war unbeschreiblich. Ich liebe das Bild vor der Kurve! Alle haben mit mir zusammen gejubelt – unglaublich! Vor der Cannstatter Kurve zu treffen, war einfach geil.“
Welche Ziele verfolgst du beim VfB?
Dafina: „Vor der Saison nannte ich unserem Physiotherapeuten Chris mein Saisonziel von 13 Scorerpunkten.“
Diese Marke hast du bereits übertroffen.
Dafina: „Das stimmt, ich habe sie zwar geknackt, aber da geht noch mehr! Ich würde gerne noch weitere Treffer nachlegen. (schmunzelt) Unser gemeinsames Ziel ist der Bundesligaaufstieg – für uns, für alle VfB-Fans, für alle, die uns gerne zuschauen. Daran führt kein Weg vorbei.“
Wie würdest du deine Rolle in der Mannschaft beschreiben?
Dafina: „Ich bin ein Mix aus allem. (lacht) Auf Auswärtsfahrten bin ich für ein Spiel zu haben und habe meistens gute Laune. Wenn ich vor Maxi Rall in der Kabine bin, übernehme ich die Rolle als Kabinen-DJ.“
Was legst du dann auf?
Dafina: „Bei mir läuft spanische und französische Musik mit kleinen musikalischen Highlights für alle.“
Dein Bruder Enis spielt bei der VfB U19. Trefft ihr euch tagsüber oder schaut euch gegenseitig bei den Heimspielen zu?
Dafina: „Wir sehen uns fast täglich am Clubzentrum. Wenn es die Zeit zulässt, schauen wir uns auch gegenseitig bei den Heimspielen zu.“