Stadt warnt
Allergiegefahr droht: Saison für haarige Raupen beginnt
Aktualisiert am 09.05.2026 – 09:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Gefahr droht (Archivbild): Deutschlandweit werden Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner ergriffen. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)
Im Frühjahr geht es wieder los – und es dauert, bis die Gefahr nachlässt: Die Stadt Braunschweig macht auf ein Insekt aufmerksam.
Die Saison beginnt im Mai und endet spätestens im August: In Braunschweig ist auch in diesem Jahr wieder mit einem vermehrten Auftreten des Eichenprozessionsspinners (EPS) zu rechnen, informiert die Stadt. Die überwiegend nachtaktiven Raupen, die ausschließlich Eichen befallen, halten sich tagsüber in Gespinstnestern am Stamm auf und wandern in der Dämmerung in langen Reihen zum Fressen in die Baumkronen.
Im dritten Larvenstadium entwickeln die schwarzgrau-bräunlichen Raupen mikroskopisch kleine Brennhaare, die durch den Giftstoff Thaumetopoein allergische Reaktionen wie juckende, entzündliche Hautausschläge, Rötungen, Quaddeln und Bläschen hervorrufen können, warnt die Stadt. Dieses Stadium erreichen die Raupen Ende Mai/Anfang Juni.
Die Kommune verharmlost nicht – im Gegenteil: Bei Augenkontakt sind Entzündungen der Bindehaut möglich. Werden die Haare eingeatmet, kann es zu Reizungen im Rachen, Halsschmerzen, Hustenreiz und in seltenen Fällen auch zu Asthmaanfällen kommen.
Der EPS ist laut Stadt inzwischen im gesamten Gebiet Braunschweigs verbreitet. Dies betrifft sowohl Parkanlagen als auch Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie Eichen im Straßenraum.
Die Stadtverwaltung beseitigt den Befall in der Nähe von Schulen, Kitas, Krankenhäusern oder Altenheimen. Ziel sei es, die Gefährdung in diesen Bereichen möglichst innerhalb von 24 Stunden sowie in Wohngebieten innerhalb von 48 Stunden nach Verdachtsbestätigung zu beseitigen.
Da die Stadt in Grünanlagen keine flächendeckende Bekämpfung des EPS gewährleisten kann, sollten abgesperrte Bereiche nicht betreten, Hinweisschilder beachtet sowie Nester und Raupen nicht berührt werden. Auch verlassene Nester sind weiterhin gesundheitsgefährdend, betont die Stadt.
Einige in den vergangenen Jahren besonders stark betroffenen Bereiche wie Stadtpark (Nordteil), Marktplatzbereich Herzogin-Elisabeth-Straße, Freie Schule, IGS Franzsches Feld sowie GS Schunteraue werden bei geeigneten Wetterbedingungen prophylaktisch behandelt. Verdachtsfälle können der Stadt Braunschweig unter (0531) 470-1 oder (0531) 115 oder per E-Mail an buergertelefon@braunschweig.de gemeldet werden.
