Die Deutsche Bahn will gemeinsam mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark eine Direktverbindung von Berlin bis hoch hinein nach Skandinavien aufnehmen. Über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg fahren die Züge ab dem Sommer 2028 bis in die norwegische Hauptstadt Oslo. „Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen“, sagt Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand der Bahn. 

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Mit rund 1000 Kilometer Länge wird die Verbindung eine der längsten in Europa sein. Zwei Zugpaare täglich sollen die Strecke in 14 bis 15 Stunden bewältigen. Eingesetzt wird laut Bahn der neue ICE L, der mit einem bodennahen Einstieg komfortabler gestaltet ist als andere Baureihen. Die Direktverbindung gehört zu zehn Pilotprojekten der EU-Kommission, die den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen will.

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Deutsche Bahn: Internationale Zugreisen legen stark zu

Zugreisen von Land zu Land gewinnen immer mehr Anhänger. In den vergangenen sechs Jahren nahm die Zahl der Reisenden um fast ein Drittel auf 25 Millionen Fahrgäste zu. „Angesichts hoher Kraftstoffpreise bleiben Fernverkehrszüge eine gute Alternative zum Auto oder Flugzeug“, erläutert Peterson. Außerdem sei die Toleranz für länger andauernde Fernreisen mit dem Zug deutlich gestiegen. „Vor Corona lag sie noch bei vier bis fünf Stunden, heute sind es sechs bis acht Stunden.” 

Eine Frau läuft mit ihren Koffern an einem ICE-Zug der Deutschen Bahn entlang.

Zwischen Stuttgart und Paris hat die Bahn zum Beispiel mit einer Fahrzeit von dreieinhalb Stunden Flüge überflüssig machen können. Insgesamt fahren Züge von Deutschland aus in 200 Städte in 14 Ländern. Die Bahn sieht im internationalen Verkehr Wachstumschancen. Und dieses Wachstum ist dringend nötig: 2025 schrieb der Konzern einen Milliardenverlust.