Für einen Großteil der Gottesdienstgemeinde ende das Treffen nicht mit dem Schlusssegen. „Wir sitzen dann noch zusammen und haben Gelegenheit, einander besser kennenzulernen. „Dabei sind auch zahlreiche neue Freundschaften entstanden“, weiß Pater Biju. „Zwischen Menschen aus der ganzen Welt.“
Ein neues Phänomen sei in letzter Zeit die wachsende Zahl der Studenten, die er zur englischen Messe begrüßen kann, etwa aus Afrika, Asien oder Südamerika. Und immer wieder sprächen ihn Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, wenn es um Taufen, Hochzeiten, Trauerfeiern oder Hauseinweihungen gehe. „Es ist wie eine große Pfarrei geworden“, sagt der Ordensgeistliche.
Angebot soll pastorale Lücke schließen
Er ist überzeugt: Neben der seit langem bestehenden polnischen Mission und gelegentlichen Gottesdiensten in vietnamesischer Sprache schließt die englische Messe eine wichtige pastorale Lücke in der Region.
Und das, ohne eine von der St.-Marien-Pfarrei abgegrenzte Gemeinschaft zu werden. „Es ist keine Parallelveranstaltung, sondern ein ergänzendes Angebot“, sagt dazu Michael Bohne. Der leitende Pfarrer freut sich über die internationale Bereicherung der Gemeinde. Einigen der Besucherinnen und Besucher begegne er auch in den „normalen“ Gemeindegottesdiensten der St.-Marien-Pfarrei.
Messe als Herzensangelegenheit
Für Pater Biju ist die englische Messe eine Herzensangelegenheit. Und das, obwohl sie für ihn Aufwand bedeutet. Denn er war nach dem Start des Angebotes nur noch zwei Jahre Seelsorger in der Stadt Oldenburg.
Seither ist er Pastor im Seelsorgeteam der St.-Marien-Pfarrei im oldenburgischen Wallfahrtsort Bethen bei Cloppenburg, mehr als 40 Kilometer entfernt. Und wird auch zum Festgottesdienst zur Feier des zehnjährigen Bestehens von dort anreisen, am Sonntag, 10. Mai, um 15 Uhr.