Iran-Krieg im Liveticker+++ 10:26 ISW: Russland könnte Iran Tausende Drohnen liefern +++TeilenFolgen auf:whatsappwhatsapp

Russland soll dem Iran mehrere Tausend Drohnen sowie Schulungen für iranische Drohnenpiloten angeboten haben. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Sie beziehen sich dabei auf einen Bericht von „The Economist“, dem vertrauliche, russische Dokumente zu dem Angebot vorliegen. Der russische Vorschlag sieht demnach vor, dem Iran 5000 Kurzstrecken-Drohnen mit Glasfasertechnik und eine nicht näher bezeichnete Anzahl von satellitengesteuerten Langstrecken-Drohnen zu liefern sowie iranisches Personal zur Bedienung dieser Systeme zu schulen. Berichte über diesen Vorschlag folgen auf Berichte, wonach Russland dem Iran während des jüngsten Krieges Satellitenbilder von US-Stützpunkten und modifizierte Shahed-Drohnen geliefert habe.

+++ 09:24 Israel meldet 85 Attacken auf Hisbollah im Libanon +++

Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. Nach Angaben der israelischen Armee gab es innerhalb von 24 Stunden Attacken auf 85 Ziele der Hisbollah-Miliz. Dazu gehören demnach Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründet den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.

+++ 07:56 Trump: Ohne Deal würden USA „Projekt Freedom Plus“ starten +++

US-Präsident Donald Trump erklärt gegenüber Reportern, dass die Vereinigten Staaten erneute Operationen in der Straße von Hormus einleiten würden, sollten die Friedensgespräche mit dem Iran nicht vorankommen. Das berichtet „The Jerusalem Post„. „Wir könnten zum „Projekt Freedom“ zurückkehren, wenn sich nichts tut“, sagte Trump. „Aber es wäre dann „Projekt Freedom Plus“. Demnach würde es weitere Maßnahmen einbeziehen. Der US-Präsident ging jedoch laut des Berichts nicht näher darauf ein, was genau zu dem ursprünglichen Plan hinzugefügt werden würde.

+++ 06:58 Satellitenbilder zeigen Ölteppich vor iranischer Insel Charg +++

Im Persischen Golf wird vor der iranischen Öl-Insel Charg ein Ölteppich entdeckt. Er ist auf Satellitenbildern zu erkennen, die das Conflict and Environment Observatory (CEOBS) veröffentlicht. Nach Angaben der Organisation mit Sitz in Großbritannien handelt es sich um einen der größten Ölteppiche, die seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar im Golf entdeckt wurden. 

+++ 05:45 Wadephul zu Tomahawks: Sprechen weiterhin intensiv mit den USA +++

Außenminister Johann Wadephul hat die Hoffnung auf Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA noch nicht ganz aufgegeben. Auf die Frage, ob er noch Chancen sehe, Tomahawks zu kaufen, sagt der CDU-Politiker der „Welt am Sonntag“: „Diese Bundesregierung arbeitet jeden Tag dafür, Deutschlands Verteidigungsfähigkeit bestmöglich zu steigern. Darüber sprechen wir weiterhin auch intensiv mit unseren Alliierten in den USA.“

+++ 04:41 Flughafenverband warnt vor Millionen Flugstreichungen +++

Angesichts drohender Lücken in der Versorgung mit Kerosin warnt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) vor möglichen Flugstreichungen und Preiserhöhungen. „Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden“, sagt Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer, der „Welt am Sonntag“. „Das Best-Case-Szenario für 2026 ist eine Stagnation bei der Passagierentwicklung. Im Worst-Case-Szenario droht an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen“, so Beisel. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen.

+++ 03:38 Trump erwartet „heute Abend“ Antwort von Teheran auf US-Vorschlag +++

US-Präsident Donald Trump rechnet eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend (Ortszeit) mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs. „Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft“, sagt Trump vor dem Weißen Haus zu Journalisten. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Washington erwarte für den Freitag eine iranische Reaktion auf den Vorschlag. „Ich hoffe wirklich, dass es ein ernsthaftes Angebot ist“, sagte Rubio dazu bei einem Besuch in Rom.

+++ 02:36 Katar ermahnt Kriegsparteien USA und Iran +++

Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran ruft Katar alle Kriegsparteien auf, sich auf Vermittlungsbemühungen einzulassen. Das habe Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington betont, wie das katarische Außenministerium auf der Plattform X mitteilt. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, heißt es weiter.

+++ 01:38 USA sanktionieren iranisches Drohnenprogramm – Spuren führen nach China +++

Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen zehn Personen und Unternehmen, darunter mehrere in China und Hongkong, wegen der Unterstützung des iranischen Militärs. Diese helfen demnach bei der Beschaffung von Waffen und Rohstoffen für den Bau von Schahed-Drohnen. Der Schritt erfolgt wenige Tage vor einer geplanten Reise von US-Präsident Donald Trump nach China zu einem Treffen mit Präsident Xi Jinping. Zugleich geraten die Bemühungen um ein Ende des Krieges mit dem Iran ins Stocken.

+++ 00:34 Hisbollah-Miliz feuert Raketen auf Israel ab – Mindestens elf Tote im Libanon +++

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat eigenen Angaben zufolge Raketen und Drohnen auf israelische Militärstützpunkte abgefeuert. Zunächst sei eine Militärbasis südlich der israelischen Küstenstadt Naharija getroffen worden, erklärt die Miliz. Später sei ein weiterer Stützpunkt im Norden mit einem Drohnen-Schwarm attackiert worden. Laut libanesischen Angaben wurden bei israelischen Angriffen mindestens elf Menschen getötet. Die Angriffe auf israelische Militärstützpunkte seien eine Reaktion auf jüngste Angriffe der israelischen Armee auf die südlichen Vororte von Beirut und Dörfer im Süden des Libanon, erklärt die Miliz.

+++ 23:31 Fed-Bericht: Iran-Krieg und Ölpreisschock größte Risiken für Finanzstabilität +++

Der Krieg mit dem Iran und der daraus resultierende Ölpreisschock sind laut der US-Notenbank Fed zur größten Bedrohung für die Finanzstabilität geworden. In dem gerade veröffentlichten halbjährlichen Bericht der Zentralbank nennen drei Viertel der Befragten geopolitische Risiken als Hauptsorge. 70 Prozent verweisen auf den durch den Krieg ausgelösten Ölpreisschock. Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte in Verbindung mit Rohstoffengpässen und gestörten Lieferketten die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen, warnt die Fed. Zudem könnten starke Preisschwankungen an den Energiemärkten zu Belastungen führen. Der Inflationsdruck durch den Energieschock könnte die Zentralbanken zwingen, ihre Geldpolitik trotz eines schwächeren Wirtschaftswachstums zu straffen. Höhere Zinsen und eine steigende Inflation könnten erhebliche Auswirkungen haben und zu sinkenden Vermögenspreisen führen, heißt es in dem Bericht weiter.

+++ 22:25 Krieg verursacht Bildungskrise an iranischen Universitäten +++

Im Zuge des Kriegs herrscht an iranischen Universitäten große Unsicherheit über die Zukunft. Irans Wissenschaftsminister sagt, es sei immer noch keine Entscheidung über Vorlesungen in Präsenz gefallen. Dies gelte auch für Prüfungen. „Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen (…) und warten ab, wie sich die Lage entwickeln wird“, sagt Hussein Simaei laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Rande einer Gedenkfeier. Die Regierung sei immer noch dabei, die im Krieg bombardierten Universitäten wiederaufzubauen. Dafür seien jedoch erhebliche finanzielle Mittel notwendig. Seit Wochen bereits unterrichten Lehrende an iranischen Hochschulen nur online. Informierten Kreisen zufolge soll es dabei jedoch auch massive Probleme geben. Dazu kommt die Netzsperre, die Irans Bevölkerung vom weltweiten Internet abgeschnitten hat. Studierendenverbände beklagten unterdessen anhaltend harte Repressionen nach den inzwischen verstummten Massenprotesten vom Januar. 

+++ 21:33 Irans Militär: Gefechte in Straße von Hormus beendet +++

Das iranische Militär erklärt die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

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