Das sächsische Sozialministerium teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, dass der Mann Ende April aus der Klinik entlassen wurde. „Während der Zeit dieses Aufenthalts in der Klinik bestand keine Eigen- oder Fremdgefährdung.“ Es hätten „keine medizinischen Gründe“ vorgelegen, ihn am Verlassen der Klinik zu hindern und „gegen seinen Willen festzuhalten“.

Der 33-Jährige ist derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft handelte er in einem Zustand der erheblich verminderten Schuldfähigkeit. Der Beschuldigte soll aber noch forensisch-psychiatrisch begutachtet werden. Abhängig vom Ergebnis könne die derzeitige Unterbringung in der Psychiatrie in einen Haftbefehl umgewandelt werden, hieß es.

Bei der Amokfahrt waren am vergangenen Montag zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden.