Mit einem Elefanten hat der dunkelbraune, in Afrika verbreitete Elefantenrüsselfisch auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Sein rüsselartiger Fortsatz erinnert eher an den Schnabel eines Vogels. Aber er besitzt wie der graue Dickhäuter ein außergewöhnlich großes Gehirn. Zudem nutzt er schwache elektrische Impulse, um mit seinen Artgenossen zu kommunizieren und sich zu orientieren.
„Diese Sensibilität und der Fokus auf Verständigung machen ihn zum perfekten Botschafter für uns“, sagt Hauke Duckwitz, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Düsseldorf. Der gemeinnützige Verein hat deshalb nun die Patenschaft für den Elefantenrüsselfisch im Aquazoo Löbbecke Museum übernommen. „Genau wie unser Patentier müssen auch wir in der Gesellschaft feine Antennen für die Bedürfnisse der Kinder entwickeln“, erklärt Duckwitz.
Ein Elefant als Maskottchen,
ein Fisch als Patentier
Der Kinderschutzbund versteht sich als „Lobby für Kinder“ und setzt sich für ihre Rechte in der Gesellschaft ein. Aktueller Schirmherr des Düsseldorfer Ortsverbands ist der Direktor des Aquazoos, Jochen Reiter. Die Kooperation setze ein Zeichen für die untrennbare Verbindung von Klimaschutz, Kinderrechten und einer gewaltfreien Zukunft, heißt es vom Kinderschutzbund. Nicht zuletzt ist dessen Maskottchen ebenfalls ein Elefant.
„Es ist unglaublich passend, dass wir auch sensible ‚Elefanten‘ im Aquazoo haben“, sagt Reiter. „Wir schlagen damit eine Brücke zwischen Natur- und Kinderschutz, denn der Erhalt unserer Umwelt ist die Voraussetzung für die Sicherheit der nächsten Generation.“
Kinderschutzbund und Aquazoo nutzen die Partnerschaft, um Familien spielerisch für wichtige Themen zu sensibilisieren, erklären sie. „Der Aquazoo ist das beliebteste Museum für Familien mit Kindern. Und genau sie sind unsere Zielgruppe“, sagt Hayat Wiersch vom Kinderschutzbund.
Der Düsseldorfer Ortsverband hat etwa 400 Mitglieder, davon sind 90 ehrenamtlich tätig. Zur Finanzierung seiner Arbeit ist der Wohlfahrtsverband neben öffentlichen Fördermitteln auf private Spenden angewiesen. Der Eigenmittelanteil beträgt jährlich circa 300.000 Euro.