Niklas Süle

Stand: 09.05.2026 • 13:37 Uhr

Am Freitagabend gab es im Dortmunder Stadion große Emotionen: BVB-Verteidiger Niklas Süle wurde von den Fans verabschiedet.

In der 88. Minute des BVB-Heimspiels gegen Eintracht Frankfurt (3:2) am Freitagabend war es soweit: Dortmund-Trainer Niko Kovac wechselte Niklas Süle ein – und die Fans feierten den scheidenden BVB-Innenverteidiger in seiner 300. Bundesliga-Partie noch mal so richtig ab.

Süle war sichtlich gerührt, freute sich über den Zuspruch der BVB-Fans. Der frühere Nationalspieler, der in seiner Karriere immer wieder von Verletzungen geplagt war, hatte am Donnerstag sein Karriereende zum Saisonende verkündet.

BVB-Trainer Kovac hatte die Einwechslung von Süle, mit dem er auch schon beim FC Bayern München zusammengearbeitet hatte, bereits geplant: „Ich habe es vor dem Spiel zwar ein bisschen geheimgehalten, aber ich habe schon vorgehabt, dass ich – wenn die Möglichkeit besteht – ihn reinbringe“, sagte Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und würdigte Süle als „tollen Mensch“.

Kovac hatte sein Versprechen unbedingt halten wollen – also sprach er sich kurzerhand mit Schiedsrichter Patrick Ittrich ab. „Pass auf: Du darfst nicht abpfeifen, bevor ich den Niki nicht gebracht habe“, habe der Trainer von Borussia Dortmund dem Unparteiischen am Tag vor dem 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt gesagt.

Und der Plan ging auf: Niki – gemeint ist Niklas Süle – kam in seinem letzten Heimspiel für den BVB nochmals zum Einsatz. „Es waren fünf, sechs Minuten. Hat er sich verdient“, sagte Kovac über den 30-Jährigen, der im Sommer seine Laufbahn beendet: „Er hat eine tolle Karriere hingelegt. Ich wünsche ihm in seinem Ruhestand alles Gute, er wird viel golfen und wahrscheinlich die Welt bereisen.“

Süle genoss den Abend. „Es war sehr emotional für mich“, sagte der 30-Jährige nach dem Spiel beim vereinseigenen YouTube-Kanal. „Es war megaschön.“

Im Sky-Interview fügte Süle hinzu: „Schöner Tag, schöner Rahmen, schön, wie die Fans reagiert haben. Schön, dass der Trainer mir noch ein paar Minuten gegeben hat, mein 300. Spiel. Unfassbar schön, meine ganze Familie war hier.“

Auch für Julian Brandt und Salih Özcan war es das letzte Heimspiel als BVB-Profis. Die beiden werden im Gegensatz zu Süle ihre Karrieren aber noch nicht beenden. Anders sieht es bei Ittrich aus: Auch der aus Hamburg stammende Schiedsrichter hört zum Saisonende auf.

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur sid
  • BVB-Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz
  • YouTube-Kanal des BVB
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de, „Süle bei letztem BVB-Heimspiel eingewechselt“, 09.05.2026, 12:12 Uhr

Westdeutscher Rundfunk