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Bochum – Vor dem letzten Zweitliga-Heimspiel der Saison gegen Hannover 96 verabschiedete der VfL Bochum gleich elf Spieler. Doch einer fehlte bei der Zeremonie: Marcel Sobottka (32). Der kuriose Grund: Der Mittelfeldspieler stand auf dem Weg ins Stadion im Stau.
Der Klub hatte seine Fans aufgerufen, pünktlich um 12 Uhr im Ruhrstadion zu erscheinen, um sich bei den scheidenden Profis zu bedanken. Alle Spieler erhielten einen großen Blumenstrauß und eine Abschiedsgrafik – nur Sobottka nicht.
Sobottka kam als Gastspieler
Sobottka war erst im Winter zum VfL gestoßen, zunächst als Gastspieler im Trainingslager in Belek (Türkei). Der zuvor vereinslose Profi brachte die Empfehlung von 32 Bundesliga– und 180 Zweitliga-Spielen für Fortuna Düsseldorf mit. Beim VfL unterschrieb er einen Vertrag bis Saisonende. Seine schmale Bilanz in Bochum: zwei Kurzeinsätze, einer davon beim Derbysieg Ende Januar gegen Schalke (2:0).
Neben Sobottka verlassen auch Romario Rösch, Callum Marshall, Kjell Wätjen, Farid-Alfa Ruprecht, Francis Onyeka, Leandro Morgalla, Kevin Vogt, Noah Loosli, Erhan Masovic und Matus Bero den Pott-Klub.
Vogt beendet seine Karriere
Besonders emotional war die Verabschiedung von Kevin Vogt (34). Der Abwehrspieler stammt aus der Bochumer Jugend, stand insgesamt neun Jahre beim VfL unter Vertrag.
Schon am Donnerstag hatte der Verein bekannt gegeben, den bis 2027 laufenden Vertrag mit Vogt aus gesundheitlichen und verletzungsbedingten Gründen einvernehmlich aufzulösen. Vogt beendet seine Karriere – und sagt: „Diese Entscheidung fällt mir unglaublich schwer. Fußball war mein Leben, seit ich denken kann. Der VfL war dabei immer etwas Besonderes. Hier bin ich groß geworden, hier durfte ich Profi werden, hier durfte ich am Ende noch einmal nach Hause kommen.“
Im vergangenen Sommer kehrte Vogt von Union Berlin nach Bochum zurück, stand wegen einer schweren Knieverletzung aber in nur neun Spielen auf dem Rasen.