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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Putin beschwört den Geist der Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg. Waffenruhe am Tag des Sieges.

Update, 13:40 Uhr: Ein Friedensabkommen mit der Ukraine ist nach russischen Angaben noch in weiter Ferne. Die Details seien zu komplex, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Staatsfernsehen. Russland und die ​Ukraine hatten ⁠sich auf eine von den USA vermittelte dreitägige Feuerpause von Samstag bis Montag geeinigt. Donald Trump hatte Hoffnungen auf eine Verlängerung der ⁠Waffenruhe geäußert. Kreml-Berater Juri Uschakow stellte jedoch klar, dass die ​Feuerpause auf drei ⁠Tage angelegt sei und nicht ‌länger dauern solle.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin zeigt sich bei Militärparade siegessicher

Update, 11:25 Uhr: Wladimir Putin hat sich bei der Militärparade zum 9. Mai sicher gezeigt, dass Moskaus Armee den Ukraine-Krieg gewinnt. „Ich bin fest davon überzeugt: Unsere Sache ist gerecht, wir stehen zusammen, der Sieg war immer und wird immer auf unserer Seite sein“, sagte Putin in scharfem Ton auf dem Roten Platz in Moskau. „Der Schlüssel zum Erfolg ist unsere moralische, ethische Stärke, unser Mut und unsere Tapferkeit, unser Zusammenhalt, unsere Fähigkeit, alles durchzustehen und jede Prüfung zu bestehen“, sagte Putin. „Wir haben ein gemeinsames Ziel, jeder leistet seinen persönlichen Beitrag zum Sieg – kämpft sowohl auf dem Schlachtfeld als auch im Hinterland.“

Kremlchef Putin kann die Militärparade zum 9. Mai im Schutz einer Waffenruhe abnehmen.Kremlchef Putin kann die Militärparade zum 9. Mai im Schutz einer Waffenruhe abnehmen. © ImagoUkraine-Krieg aktuell: Putin zieht bei Militärparade zum Tag des Sieges Parallelen

Update, 10:15 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei der traditionellen Militärparade zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs eine Verbindung zum Ukraine-Krieg gezogen. Die russische Armee in der Ukraine kämpfe derzeit gegen „aggressive“, von der NATO unterstützte Streitkräfte, sagte Putin in seiner Rede. Die „große Leistung“ der Roten Armee im Kampf gegen Nazi-Deutschland inspiriere die heutigen Soldaten bei ihrem Einsatz in der Ukraine, fügte er hinzu. Moskaus Sache sei „gerecht“.

Ukraine-Krieg aktuell: Ohne Panzer und Raketen – Putin nimmt Militärparade ab

Update, 9:00 Uhr: Im Schutz einer von den USA vermittelten Waffenruhe kann Russlands Präsident Wladimir Putin heute die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau abnehmen. US-Präsident Donald Trump teilte gestern unerwartet mit, Putin und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hätten seiner Bitte um eine dreitägige Waffenruhe zugestimmt. Beide Seiten wollten auch jeweils 1000 Kriegsgefangene austauschen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Update, 9. Mai, 6:50 Uhr: Nach dem Inkrafttreten der dreitägigen Feuerpause im Ukraine-Krieg hat sich US-Präsident Donald Trump für eine Verlängerung der Waffenruhe ausgesprochen. Er ‌wünsche sich eine deutliche Ausweitung der Waffenruhe, sagte Trump vor der Presse. „Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende ​eines sehr langen, tödlichen und hart umkämpften Krieges“, ⁠sagte der US‑Präsident. Es gebe ständige Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des Konflikts.

Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlichUnter den aktiven Soldaten, die vor dem Tag des Sieges in Moskau eintreffen, sind auch verletzte Veteranen. Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Kiew genehmigt Siegesparade Russlands

Update, 22:14 Uhr: Im Zuge des vereinbarten Waffenstillstands im Ukraine-Krieg hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Dekret genehmigt, dass Russland am 9. Mai seine Siegesparade in Moskau abhalten darf. Der Rote Platz wird für die Dauer der Parade aus dem operativen Zielplan der ukrainischen Streitkräfte ausgenommen, heißt es in dem auf der offiziellen Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlichten Dokument.

„Unter Berücksichtigung zahlreicher Anfragen und aus humanitären Gründen, die während der Verhandlungen mit der amerikanischen Seite am 8. Mai 2026 dargelegt wurden, erlasse ich: Die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau (Russische Föderation) am 9. Mai 2026 wird genehmigt. Für die Dauer der Parade (ab 10:00 Uhr Kiewer Zeit am 9. Mai 2026) wird der Rote Platz aus dem operativen Plan für den Einsatz ukrainischer Waffen ausgeschlossen“, heißt es in dem Dekret weiter. In dem Dokument werden auch die genauen Koordinaten des Roten Platzes in Moskau genannt, an dem ein Einsatz ukrainischer Waffen ausgeschlossen wird. Zuvor hatte Selenskyj in einem Beitrag auf X die von Trump angekündigte dreitägige Waffenruhe bestätigt.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml bestätigt dreitägige Waffenruhe

Update, 21:48 Uhr: Der Kreml hat dem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg zugestimmt. Gleichzeitig soll ein Gefangenenaustausch von je 1.000 Personen pro Seite stattfinden. Zuvor hatte auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Abmachung offiziell bestätigt.

„Als wichtigstes wurde festgelegt, eine Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai einzuhalten, einschließlich des Austausches von 1.000 Personen von jeder Seite“, sagte Juri Uschakow, außenpolitischer Berater von Präsident Wladimir Putin, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Einigung sei über jüngste Telefonkontakte mit der US-Führung zustande gekommen – die amerikanische Seite habe ihrerseits Kontakt nach Kiew aufgenommen, so Uschakow.

Ukraine-Krieg: Donald Trump verkündet dreitägige Waffenruhe

Update, 20:18 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat auf Truth Social eine dreitägige Waffenpause zwischen der Ukraine und Russland verkündet. Trump schrieb: „Ich freue mich, bekannt geben zu dürfen, dass es im Krieg zwischen Russland und der Ukraine einen DREITÄGIGEN WAFFENSTILLSTAND (am 9., 10. und 11. Mai) geben wird.“ Als Grund nannte Trump Russlands „Tag des Sieges“, „aber ebenso in der Ukraine, da sie ebenfalls eine wichtige Rolle und einen wesentlichen Faktor im Zweiten Weltkrieg darstellten.“

Laut Trump umfasse die Feuerpause eine „Einstellung aller Kampfhandlungen“ und einen Gefangenenaustausch von jeweils 1000 Personen. Weiter schrieb der US-Präsident: „Diese Forderung wurde direkt von mir gestellt, und ich weiß es sehr zu schätzen, dass Präsident Wladimir Putin und Präsident Wolodymyr Selenskyj ihr zugestimmt haben.“ Trump bekräftigte seine Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs.

Update, 19:58 Uhr: Der Kreml hat erklärt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin grundsätzlich zu Gesprächen mit europäischen Staaten bereit sei – die Initiative dafür müsse jedoch von Europa ausgehen. Das berichtet die Kyiv Post.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wies demnach die Verantwortung für den diplomatischen Bruch im Zuge des Ukraine-Kriegs den Europäern zu. „Der Initiator war Brüssel und einzelne europäische Hauptstädte“, sagte Peskow. Russland sei zwar offen für Dialog, werde aber keine eigenen Kontakte anstoßen: „Wir sind bereit, im Dialog voranzugehen, soweit die Europäer dazu bereit sind.“

Riesiger Waldbrand in der Sperrzone von Tschernobyl nahe der Ukraine-Front wird zum Problem

Update, 19:23 Uhr: Ein durch russische Angriffe ausgelöster Waldbrand in der Oblast Tschernihiw hat sich innerhalb eines Tages von rund 2.400 auf etwa 4.300 Hektar nahezu verdoppelt – die Feuerfront bewegt sich nun in Richtung russisches Territorium, wie das ukrainische Staatsforstunternehmen am Freitag mitteilte.

Das Löschen des Feuers sei „nahezu unmöglich“, da es in einer Fünf-Kilometer-Sperrzone an der Grenze zu Russland wüte, wo feindliche FPV-Drohnen eine Gefahr für die Feuerwehr darstellen. Laut dem Kyiv Independent konzentrieren sich Forstarbeiter deshalb darauf, die Ausbreitung des Feuers tiefer in ukrainisches Gebiet durch angelegte Schutzstreifen zu verhindern.

Update, 18:01 Uhr: Polen hat als erstes EU-Land einen Kreditvertrag im Rahmen des SAFE-Rüstungsprogramms unterzeichnet und sich damit Zugang zu bis zu 43,7 Milliarden Euro günstiger Verteidigungsfinanzierung gesichert. Premierminister Donald Tusk bezeichnete den Abschluss als „Durchbruchsmoment“ für Polen und die Europäische Union. Das berichtet die Kyiv Post.

Das SAFE-Programm umfasst insgesamt 150 Milliarden Euro und zielt darauf ab, die militärischen Kapazitäten Europas im Kontext des Ukraine-Kriegs rasch zu stärken. Gefördert werden gemeinsame Beschaffung, Modernisierung der Streitkräfte, Cybersicherheit, Infrastruktur sowie Rüstungsproduktion – mit Fokus auf europäische Hersteller und die ukrainische Verteidigungsindustrie, wie die polnische Staatsagentur PAP berichtet.

Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlichUnter den aktiven Soldaten, die vor dem Tag des Sieges in Moskau eintreffen, sind auch verletzte Veteranen. Fotostrecke ansehenKiew erwartet US-Gesandte in den kommenden Wochen in der Ukraine

Update, 16:47 Uhr: Nach Gesprächen in den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs erwartet Kiew in den nächsten Wochen Gesandte von US-Präsident Donald Trump. Als Termin für den Besuch nannte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Zeitspanne bis zum Beginn des Sommers, derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien.

Am Vortag war der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, zu Gesprächen in den USA. Die Treffen seien inhaltsreich gewesen, sagte Selenskyj. Thema waren demnach Vereinbarungen zu Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen wie der Austausch von Kriegsgefangenen.

Update, 15:55 Uhr: In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Vortag durch zwei russische Drohnen ausgelöst worden, teilte die Zonenverwaltung mit. Die Brandfläche werde auf mehr als 1.100 Hektar geschätzt. Trockenes Wetter, starker Wind und Minengefahr erschweren demnach die Löscharbeiten. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die Strahlenbelastung am Vormittag im Normbereich gelegen habe.

Ukraine-Krieg: Litauen bestellt russischen Botschafter ein

Update, 15:15 Uhr: Litauen hat wegen indirekter Drohungen des Kremls gegen diplomatische Vertretungen in Kiew einen Vertreter der russischen Botschaft einbestellt und eine diplomatische Note überreicht. Darin wurde eine von Russland ausgesprochene „Warnung“ vor möglichen Vergeltungsschlägen für den Fall ukrainischer Angriffe am „Tag des Sieges“ am 9. Mai scharf verurteilt. 

Russlands anhaltende Aggression gegen die Ukraine sowie eine derartige Äußerung verstießen eindeutig gegen die Charta der Vereinten Nationen und das Völkerrecht, hieß es in einer Mitteilung des litauischen Außenministeriums. Sie sei als „direkte, zynische und beispiellose Drohung mit Gewalt gegen ausländische Botschaften und die Bevölkerung Kiews“ zu werten. 

Kiew gelingt im Ukraine-Krieg Schlag gegen russische Lukoil-Ölraffinerie

Update, 14:47 Uhr: Drohnen des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SSU) haben in der Nacht zum 8. Mai die Lukoil-Ölraffinerie im russischen Perm sowie eine Ölpumpstation in der Stadt angegriffen – bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen. „Piloten des SSU-Spezialoperationszentrums Alpha haben die Ölraffinerie Lukoil-Permnefteorgsintez und die Kontrollstation der Permer Ölpipeline angegriffen. Beide Anlagen befinden sich mehr als 1.500 km von der ukrainischen Grenze entfernt“, teilte der SSU mit.

Bei dem Angriff brach in einer atmosphärischen Vakuumröhrenanlage der Raffinerie – einer Schlüsselkomponente der Rohöldestillation – ein Feuer aus. Auch ein Tank der Ölpumpstation wurde getroffen. Nach Angaben des SSU zählt die Raffinerie zu den größten Russlands und versorgt sowohl den zivilen Sektor als auch die russischen Streitkräfte mit Treibstoff. Die ebenfalls getroffene Kontrollstation der Permer Ölpipeline gehört dem Staatskonzern Transneft und gilt als strategisch wichtiger Knotenpunkt: Über sie wird Öl in vier Richtungen verteilt – unter anderem zur Raffinerie in Perm selbst.

Ukraine-Krieg aktuell: Asow-Korps dringt tief in von Russland besetztes Gebiet vor

Update, 14:03 Uhr: Das 1. Asow-Korps der Nationalgarde ist nach eigenen Angaben mit Drohnen über Mariupol aktiv – tief im russisch besetzten Gebiet. Ein in sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt Piloten beim Einsatz von Aufklärungs- und Angriffssystemen, die Straßen bis zu 160 Kilometer von der Kontaktlinie entfernt patrouillieren. „Das Asow-Korps ist zurück in Mariupol – vorerst mithilfe eines Aufklärungs- und Angriffssystems“, heißt es in dem Beitrag des Korps.

Die Aufnahmen zeigen Kampfdrohnen über dem Stadtgebiet, darunter Straßen, Industrieareale und das Gelände des Stahlwerks Asowstal. Dokumentiert werden auch Angriffe auf russisches Militärgerät und Lastwagen. „Der Feind nutzt ukrainische Straßen in der Stadt und ihrem Umland, um Personal und andere militärische Ausrüstung zu transportieren“, so das Asow-Korps.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj äußert sich zu Verhandlungen

Erstmeldung: Nach einem Bericht von Rustem Umierov, dem Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, über dessen jüngste Gespräche in den USA hat sich Präsident Wolodymyr Selenskyj optimistisch gezeigt. „Die Verhandlungen waren substanziell“, schrieb Selenskyj auf X. Man stimme derzeit den Zeitplan der erforderlichen Besuche ab und erwarte Gesandte des US-Präsidenten zu Beginn des Frühsommers in Kiew. „Wir hoffen, dass wir diesmal das Geplante umsetzen und die Diplomatie neu beleben können“, so Selenskyj weiter. Auch Fragen zu Kriegsgefangenenaustauschen und Sicherheitsgarantien seien bei den Treffen besprochen worden.